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Test- und Pokalspiele Saison 2018/19

 

Toto-Pokal, Halbfinale, 30.04.2019, 18.30 Uhr
SV Viktoria Aschaffenburg – TSV 1860 München 3:2 (2:2)

Pokal-Aus! Löwen unterliegen Aschaffenburg 2:3.

Efkan Bekiroglu hatte mit seinem Sonntagsschuss in der 36. Minute den 1:2-Anschlusstreffer erzielt.
 
Für die Löwen ist der Toto-Pokal vorzeitig beendet. Im Halbfinale unterlagen sie 2:3 bei Viktoria Aschaffenburg. Dabei hatten sie noch vor der Pause einen 0:2-Rückstand  LucasOppermann (12.) und Simon Schmidt (19.) hatten für die Gastgeber getroffen – durch Efkan Bekiroglu (36.) und Herbert Paul (43.) wett gemacht. Den entscheidenden Treffer erzielte Schnitzer durch einen äußerst fragwürdigen Handelfmeter in der 82. Minute.

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im Pokalspiel in Aschaffenburg verletzungsbedingt auf Quirin Moll (Kreuzbandriss), Aaron Berzel (Adduktorenprobleme), Simon Lorenz (Kapselverletzung) und Hendrik Bonmann (Fußverletzung) verzichten. Außerdem waren Sascha Mölders, Prince Owusu, Daniel Wein, Nico Karger und Nono Koussou nicht dabei. „Nicht spielfähig, verschiedene Blessuren“, so der Kommentar von Bierofka. Somit gab es fünf Veränderungen in der Startelf.

STIMMEN Bierofka: „Die ersten 25 Minuten waren bodenlos!“

Spielverlauf: Die erste Möglichkeit des Spiels hatten die Gastgeber. Nach einem Konter kam Björn Schnitzer an der Strafraumkante zum Abschluss, Marco Hiller tauchte ab, holte den Flachschuss aus dem rechten unteren Eck (2.). In der 12. Minute war er machtlos. Der agile Schnitzer querte am Strafraum, flankte von rechts in die Mitte, Daniel Cheron kam aus sieben Metern frei an die Kugel. Sein Kopfball konnte der Löwen-Keeper noch abwehren, doch Lucas Oppermann traf aus acht Metern im Nachschuss zum 1:0 ins rechte Eck. Aber es kam noch schlimmer. Sieben Minuten später spielte Oppermann in die Spitze auf Schnitzer. Der wurde auf der linken Strafraumseite von Herbert Paul nicht konsequent angegriffen, steckte die Kugel für den von hinten einlaufenden Simon Schmidt durch, der aus sieben Metern unbedrängt das 2:0 erzielte (19.). Schmidt spielte einst im 1860-Nachwuchs, kam mit Daniel Baier und Marcel Schäfer in der U15 aus Aschaffenburg zu den Junglöwen. Nach einem 19-Meter-Schuss von Max Grünwald musste sich Hiller strecken, um den Flachschuss mit den Fingerspitzen um den rechten Pfosten zu lenken (33.). Zu Zehnt – Stefan Lex wurde minutenlang wegen einer Fußverletzung behandelt – gelang der Anschlusstreffer. Benjamin Kindsvater passte am Strafraum zurück auf Efkan Bekiroglu, der zog aus 30 Meter ab, traf zum 1:2 ins rechte Kreuzeck (36.). Was für ein Hammer! Nun musste auch noch Lex verletzungsbedingt passen, für ihn ging es nicht weiter. Es kam Romuald Lacazette ins Spiel (37.). Doch die Löwen waren jetzt bissiger, hielten auch körperlich dagegen. Phillipp Steinhart schlug aus dem linken Halbfeld eine Flanke an den zweiten Pfosten, Paul kam von hinten angerauscht, sprang in die Hereingabe und traf aus sechs Metern ins linke Eck zum 2:2 (43.). Beinahe wäre den Löwen vor der Pause noch die Führung gelungen. Kindsvater hatte von der linken Grundlinie geflankt, Bekiroglu kam im Rückwärtslaufen zum Kopfball, scheiterte jedoch an Torhüter Kevin Birk (45.). Danach ging‘s in die Kabine.

Die erste Chance nach Wiederanpfiff hatten erneut die Unterfranken. Clay Verkahj schickte Cheron auf die Reise, der kam halbrechts an der Strafraumkante zum Abschluss, Hiller machte sich lang, holte die Kugel aus dem langen Eck (47.). Dabei verletzte sich Hiller, konnte aber nach kurzer Behandlungspause weiterspielen. Ein 17-Meter-Schlenzer von Markus Ziereis in der 57. Minute landete auf dem Tordach. Eine Minute später kam es halbrechts aus 14 Metern zum Schuss, Birk wehrte den Ball mit dem rechten Fuß zur Ecke ab (58.). Ziereis kam nach Kopfballvorlage aus kurzer Distanz an den Ball, brachte aber die Kugel nicht mehr am Viktoria-Keeper vorbei (62.). Kurz danach zögerte Kristian Böhnlein zu lange mit dem Abschluss, ein Aschaffenburger konnte gerade noch zur Ecke klären (64.). Dass auch Alessandro Abruscia schießen kann, bewies er in der 70. Minute. Sein Linksschuss aus 20 Metern streifte knapp über den Querbalken. Nach Rechtsflanke des eingewechselten Marius Willsch kam Bekiroglu zum Kopfball. Doch es fehlte der Druck, so dass Birk die Kugel ohne Probleme runterpflücken konnte (75.). In der 81. Minute entschied Schiedsrichter Steffen Brütting plötzlich auf Handspiel von Paul. Schnitzer lief an, verlud Hiller und traf zum 3:2 ins rechte Eck (82.). Ein äußerst fragwürdiger Strafstoß! Kurz vor Schluss verhinderte Jan Mauersberger den vorzeitigen K.O., als er einen Schuss von Oppermann für den geschlagenen Hiller auf der Linie rettete (88.). In der 4. Minute zielte Steinhart mit links aus 15 Metern knapp über die Querlatte. Damit war die Niederlage für Sechzig besiegelt, die nächstes Jahr definitiv nicht im DFB-Pokal vertreten sind.

STENOGRAMM, Toto-Pokal, Halbfinale, 30.04.2019, 18.30 Uhr

SV Viktoria Aschaffenburg – TSV 1860 München 3:2 (2:2)

Viktoria: 12 Birk – 5 Kizilyar, 22 Boutakhrit, 16 Schmidt, 4 Dähn, 24 Zehnder – 9 Verkaj, 29 Grünewald –7 Schnitzer, 21 Cheron – 14 Oppermann.
Ersatz: 27 Neuberger (Tor) – 6 Desch, 8 Beinenz, 10 Toch, 11 Harrer, 15 Wittke, 18 Verkamp.

1860: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 6 Mauersberger, 36 Steinhart – 34 Böhnlein 20 Bekiroglu – 7 Lex, 19 Abruscia, 16 Kindsvater – 24 Ziereis.
Ersatz: 30 Hipper (Tor) – 2 Weeger, 11 Köppel, 14 Dressel, 25 Willsch, 27 Belkahia, 38 Lacazette.

Wechsel: Beinenz für Zehnder (46.), Desch für Verkaj (72.), Harrer für Oppermann (89.) – Lacazette für Lex (37.), Willsch für Kindsvater (71.), Dressel für Abruscia (84.).

Tore: 1:0 Oppermann (12.), 2:0 Schmidt (19.), 2:1 Bekiroglu (36.), 2:2 Paul (43.), 3:2 Schnitzer (82., Handelfmeter).
Gelbe Karten: Verkaj, Kizilyar – Ziereis, Steinhart.
Zuschauer: 5.850 im Stadion am Schönbusch.
Schiedsrichter: Steffen Brütting (Effelltrich); Assistent: Christopher Schwarzmann (Scheßlitz), Martin Speckner (Schloßberg). 

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2246.htm


Testspiel, 13.02.2019, 14 Uhr
1860 München – SSV Ulm 1846 1:0 (1:0)


Testspielsieg gegen die Ulmer Spatzen.

Alessandro Abruscia, der Schütze des "goldenen Tores" gegen den SSV Ulm 1846 
 
Die Löwen nutzten die freie Zeit zwischen dem Spiel beim KFC Uerdingen und dem Montagabend-Spiel gegen den VfR Aalen für einen Test gegen den Südwest-Regionalligisten SSV Ulm 1846. Auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 gewannen die Sechzger durch einen Treffer von Alessandro Abruscia mit 1:0.

Personal: Günther Gorenzel, der Daniel Bierofka aufgrund dessen Trainer-Lehrgangs an der Seitenlinie vertrat, musste im Spiel gegen Ulm verletzungsbedingt auf Quirin Moll (Kreuzbandriss), Marius Willsch (Muskelverletzung) und Noel Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss) verzichten. Einige Spieler wie Felix Weber oder Efkan Bekiroglu pausierten.

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Spielverlauf: Die Löwen starteten gut in die Partie und zwangen David Hundertmark gleich in der 2. Spielminute zu einer ersten Parade. Absender des Torschusses war jedoch kein Löwe, sondern der Ulmer Lukas Hoffmann, der unter Bedrängung einen gefährlichen Rückpass spielte, mit dem sein Keeper arge Probleme hatte.

In der Folge sahen die Zuschauer, die auf Platz 1 des Löwen-Trainingsgeländes die wärmende Sonne im Rücken hatten, einige Fernschüsse der Gäste, die ihr Ziel jedoch allesamt deutlich verfehlten.

Nach 14 Minuten schickte Eric Weeger seinen Kollegen Kodjovi Koussou auf die Reise, dessen Versuch auf das Tor zu ziehen wurde vereitelt, führte aber zur ersten Ecke für die Gastgeber. Diese flankte Alessandro Abruscia in die Mitte, wo sie von der vielbeinigen Abwehr der in giftgrün angetretenen Gäste geklärt wurde. Gefährlicher wurden die Spatzenin der 18. Spielminute, als Nicolas Jann einen Fernschuss auf das Löwen-Tor setzte. Dort fand er seinen Meister in Hendrik Bonmann, der den Ball mit einem einhändigen Reflex über die Querlatte lenkte.

Sechs Minuten später zappelte das Spielgerät im Ulmer Netz. Alessandro Abruscia zog nach einer schönen Einzelleistung aus gut 20 Metern ab. Sein Schuss wurde im Strafraum von einem Spieler der Gäste abgefälscht und schlug so unhaltbar hinter Hundertmark ein (24.).

Nach einer Phase, in der Ulm etwas die Ordnung verloren hatte, kamen sie in der 30. Minuten zum nächsten Torschuss. Luigi Campagna schickte Vitalij Lux auf die Reise, der hastig abzog und mit seinem Schuss Hendrik Bonmann erneut zu einer Parade zwang. Fünf Minuten später waren es wieder die Gäste, die vor das Tor der Löwen kamen. Diesmal nach einem Foul von Semi Belkahia sogar mit einem ruhenden Ball aus Mittelstürmer-Position, knapp vor dem Strafraum der Münchner. Nicolas Jann versuchte sich am Torschuss, doch erneut blieb Hendrik Bonmann mit einer schönen Flugeinlage der Sieger.

Kurz vor der Pause noch einmal der TSV 1860 München. Romuald Lacazette bediente Markus Ziereis, der wiederum eine mustergültige Flanke auf Prince Owusu zog, doch dessen Schussversuch wurde von den Gästen geblockt. Eine der größten Chancen der Partie hatten die Löwen in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Alessandro Abruscia gab einen Freistoß in den Strafraum, Prince Owusu kam zum Kopfball. Dieser landete abgefälscht nahe des Pfostens bei Semi Belkahia, der aus spitzem Winkel und kurzer Distanz nur das Außennetz traf. So ging es mit der knappen Führung in die Pause.

Holger Bachthaler, der Trainer des SSV Ulm, brachte zur Pause bis auf den U19-Akteur Valentin Hafner alle seine Ersatzspieler, während die Löwen bis zur 60. Spielminute mit unveränderten Personal agierten. Den ersten guten Versuch gaben diesmal die Gäste ab, David Kammerbauer schoss aus der Distanz an den Querbalken des Löwen-Tores. Im direkten Gegenzug scheiterte Prince Owusu in der Kontersituation am langen Bein des Ulmer Ersatzkeepers Jerome Weisheit, auch er war zur Pause eingewechselt worden. Die nächste Chance sahen die Zuschauer nach 55 Minuten. Alessandro Abruscia bediente Markus Ziereis, der verfehlte das Tor aus sechs Metern knapp. Die letzte Aktion der Löwen-Startelf hatte Aaron Berzel, der nach einem Köppel-Freistoß ebenfalls aus kurzer Distanz das Tor verfehlte. Sein Schuss ging über die Querlatte.

Danach wechselte Günther Gorenzel alle zehn Feldspieler aus, lediglich Hendrik Bonmann blieb auf seinem Posten. Sofort waren die Neuen gefährlich, Nico Karger flankte auf Sascha Mölders, doch der SSV Ulm klärte in höchster Not. Bei höherem Tempo als zu Beginn der 2. Halbzeit waren fortan allerdings weniger Torchancen zu verzeichnen. Die einzige größere Gelegenheit der Schlussphase hatte Ulm nach 76 Minuten, als Felix Higl aus elf Metern bedrängt rechts am Tor vorbeischoss.

Günter Gorenzel lobte nach der Partie das Engagement seiner Mannschaft, die das Pressing der Ulmer Spatzen immer wieder gut umspielt hatte. Auch die Körpersprache und die Kommunikation gefielen dem Geschäftsführer Sport. Natürlich sprach er auch die Baustellen an. Insbesondere vorne möchte der 47-Jährige noch etwas mehr Zielstrebigkeit: “Ich habe einige Ansätze gesehen, aber klar ist auch: Wir müssen uns vorne noch besser durchsetzen.” 

STENOGRAMM, Testspiel, 13.02.2019, 14 Uhr

1860 München – SSV Ulm 1846 1:0 (1:0)

1860: 39 Bonmann (Tor) - 2 Weeger, 27 Belkahia, 22 Berzel, 11 Köppel - 31 Koussou, 14 Dressel, 38 Lacazette, 19 Abruscia - 13 Owusu, 24 Ziereis.
Ersatz: 1 Hiller, 6 Mauersberger, 7 Lex, 9 Mölders, 16 Kindsvater, 17 Wein, 18 Karger, 28 Paul, 32 Lorenz, 34 Böhnlein, 36 Steinhart.

Ulm: 1 Hundertmark (Tor) - 16 Stoll, 4 Krebs, 25 Hoffmann, 15 Schmidts - 5 Reichert, 6 Campagna, 21 Jann - 7 Gashi , 22 Sapina, 29 Lux.
Ersatz: 12 Weisheit, 2 Bradara, 3 Schindele, 9 Rathgeber, 11 Braig, 13 Nierichlo, 24 Higl, 30 Kammerbauer, 32 Hafner.

Wechsel TSV 1860: Steinhart für Köppel, Mauersberger für Berzel, Lorenz für Belkahia, Paul für Weeger, Wein für Lacazette, Böhnlein für Dressel, Karger für Abruscia, Kindsvater für Koussou, Mölders für Ziereis, Lex für Owusu (alle 60.)-

Tor: 1:0 Abruscia (24.)
Zuschauer: 186 am Trainingsgelände Grünwalder Straße 114, Platz 1.
Schiedsrichter: Tobias Wittmann (Wendelskirchen); Assistenten: Stefan Dorfner (Frankenfels), Florian Garr (Wendelskirchen).B

ildergalerie:   http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2228.htm


Testspiel 17.01.2019, 15.30 Uhr
1860 München – DSC Arminia Bielefeld 1:2 (1:1)

Löwen verlieren Generalprobe gegen Bielefeld mit 1:2.

Efkan Bekiroglu ärgert sich: Der Mittelfeldspieler vergab in der 53. Minute die Führung. Im Gegenzug erzielte Bielefeld das 2:1. 

Im zweiten und letzten Test während des Wintertrainingslagers in Oliva Nova zogen die Löwen gegen Arminia Bielefeld den Kürzeren. Zwar konnte Phillipp Steinhart (35.) durch einen an ihm verschuldeten Foulelfmeter die DSC-Führung von Christopher Nöthe (8.) ausgleichen. Fabian Klos traf aber in der 2. Halbzeit zum 2:1-Siegtreffer für die Ostwestfalen (54.).

Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im letzten Test vor dem Punktspielstart in Lotte auf Stefan Lex (Adduktorenprobleme) verzichten. Ebenso fehlten die Daheimgebliebenen Nicholas Helmbrecht und Noel Niemann (Aufbautraining), Benjamin Kindsvater (Adduktorenprobleme), Simon Seferings (Faserriss) sowie der wechselwillige Adriano Grimaldi. Nicht zum Einsatz kam Marco Hiller. Absprachegemäß stand diesmal Hendrik Bonmann 90 Minuten zwischen den Pfosten.

Die Löwen versuchten von Anpfiff weg, die Initiative gegen den Zweitligisten zu übernehmen. Doch die erste gefährliche Szene der Bielefelder führte in der 8. Minute gleich zur Führung. Nach einer nicht astreinen Aktion im Mittelfeld gegen Aaron Berzel, die Schiedsrichter Derlin Stiven Vélez Echavarria nicht unterband, hatten die Bielefelder Überzahl. Sven Schipplock legte auf halblinks ab, wo Christopher Nöthe zum Abschluss kam, aus zehn Metern Hendrik Bonmann im 1860-Tor keine Chance ließ und zum 1:0 ins lange Eck traf (8.). In der 15. Minute hatte Nico Karger freie Bahn, aber Max Christensen grätschte ihn kurz vorm linken Strafraumeck von hinten um. Der Unparteiische beließ es bei einer Gelben Karte für den DSC-Verteidiger. Die beste Chance bis dahin hatten die Löwen in der 24. Minute. Nach einem langen Pass aus der eigenen Hälfte war Karger halblinks seinem Gegenspieler enteilt. Anstatt in guter Position selbst abzuschließen, legte er die Kugel zurück an die Strafraumgrenze, wo der Schuss von Sascha Mölders aus zentraler Position geblockt wurde. Danach hatten die Löwen drei Eckbälle in Folge, die aber allesamt nichts einbrachten (25./26). Im Anschluss an ein Zuspiel von Karger auf Phillipp Steinhart im Strafraum lief Cedric Brunner dem Löwen-Verteidiger in die Hacken, der Schiedsrichter entschied sofort auf Elfmeter. Steinhart lief an, verlud den Ex-Löwen Stefan Ortega im Tor der Bielefelder und traf zum 1:1-Ausgleich ins linke untere Eck (35.). Einen 35-Meter-Freistoß des Torschützen aus dem Zentrum hob Berzel von der rechten Strafraumseite in die Mitte auf Efkan Bekiroglu, doch ein Bielefelder Verteidiger ging dazwischen, klärte per Kopf (41.). Nach einer Linksflanke konnte Bonmann mit einer Hand gerade noch vor den heraneilenden Schipplock und Joey Müller klären (43.). Somit blieb es beim 1:1 zur Pause.

Während Bielefeld bis auf Torhüter Ortega komplett wechselte, brachte Daniel Bierofka zum zweiten Durchgang nur Herbert Paul für Marius Willsch ins Spiel. Erst nach einer Stunde tauschte er die anderen Feldspieler. Die Ostwestfalen machten mit dem erfahrenen Fabian Klos gleich mächtig Druck. Nach einem langen Ball legte er am zweiten Pfosten den Ball zurück auf Keanu Staude, der aus kurzer Distanz nur das Außennetz des 1860-Tores traf (48.). In der 53. Minute dann die Riesenchance für Bekiroglu zur Führung. Eric Weeger ging rechts einem Diagonalball von Daniel Wein hinterher, legte zurück auf den mitgelaufenen Bekiroglu, der aber mit dem Innenrist knapp am langen Eck vorbeizielte. Im Gegenzug traf Bielefeld zum 2:1. Ein langes Zuspiel nahm Torjäger Klos halblinks direkt aus 13 Metern, donnerte aus spitzem Winkel die Kugel ins Löwen-Netz (54.). Kurz danach beinahe sogar das 3:1. Einen 23-Meter-Freistoß aus halbrechter Position hämmerte Andreas Voglsammer an die Latte (57.). Wenig später hatten die Löwen nach einem Abspielfehler von DSC-Keeper Ortega eine Möglichkeit, doch Alessandro Abruscia brachte die Kugel nicht schnell genug unter Kontrolle, um aufs verwaiste Tor zu zielen. So bediente er Markus Ziereis, dessen Abschluss aber geblockt wurde (71.). Einen 28-Meter-Schuss von Sven Seufert lenkte Bonmann in der 79. Minute ins Tor-Aus. Die Löwen waren zwar bis zum Ende um den Ausgleich bemüht, kamen aber gegen die gutstehende Defensive der Bielefelder nicht mehr zu Chancen. So ging auch das zweite Spiel gegen einen deutschen Zweitligisten im Trainingslager mit einem Tor Unterschied verloren.

Löwen-Trainer Daniel Bierofka war mit der ersten Stunde des Spiels sehr zufrieden. „Wir haben lediglich zwei Torschüsse zugelassen“, strich er erneut die Defensivleistung heraus. „Normalerweise müssen wir das 2:1 machen“, erinnerte er an die Großchance von Efkan Bekiroglu in der 53. Minute. Ärgerlich seien die Gegentore gewesen. „Der Bielefelder Führung ging ein klares Foul an Aaron Berzel voraus, das 2:1 war ein Sonntagsschuss“, so der Löwen-Coach. „Rein vom Spielverlauf bin ich zufrieden. Wir haben einen Riesenaufwand betrieben, ließen Bielefeld nicht zur Entfaltung kommen, müssen dann aber in Führung gehen. Wir hatten in der 1. Halbzeit viele Ballgewinne, spielen aber noch die Angriffe schlampig zu Ende“, monierte der 39-Jährige. „Trotzdem waren wir schon viel weiter als beim letzten Spiel. Vor allem im letzten Drittel habe sein Team „mehr zwingende Aktionen“ als noch gegen Darmstadt kreiert. Die erste Elf habe gezeigt, „dass alle Spieler in Lotte auf dem Platz stehen wollen. Aber es ist noch Zeit, um mir die endgültige Aufstellung zu überlegen!“ Wegen des Siegtreffers von Fabian Klos zum 2:1 für Bielefeld wollte Bierofka seinem Keeper Hendrik Bonmann keinen Vorwurf machen. „Das ist wurscht, ob es ein Fehler von ihm war. Für Henne war es wichtig, 90 Minuten zu spielen. Entscheidend ist, dass er nach seiner langen Verletzung wieder seinen Rhythmus kriegt.“

STENOGRAMM, Testspiel 17.01.2019, 15.30 Uhr

1860 München – DSC Arminia Bielefeld 1:2 (1:1)

1860: 39 Bonmann (Tor) – 22 Berzel (60., 4 Weber), 17 Wein(60., 27 Belkahia), 32 Lorenz (60., 6 Mauersberger) – 2 Weeger (60., 31 Koussou), 5 Moll (60., 34 Böhnlein), 20 Bekiroglu (60., 38 Lacazette), 36 Steinhart (60., 11 Köppel) – 25 Willsch (46., 28 Paul), 9 Mölders (60., 24 Ziereis), 18 Karger (60., 19 Abruscia).
Ersatz: 30 Hipper (Tor) – 14 Dressel, 33 Greilinger, 44 Klassen.

DSC, 1. Halbzeit: 1 Ortega (Tor) – 27 Brunner, 5 Christensen, 13 Börner, 8 Hartherz – 31 Müller, 7 Weihrauch, 6 Schütz – 22 Massimo, 36 Schipplock, 10 Nöthe.
DSC, 2. Halbzeit: 1 Ortega (Tor) – 23 Clauss, 3 Behrendt, 11 Salger, 4 Lucoqui – 19 Prietl, 15 Yabo, 20 Seufert – 21 Volglsammer, 9 Klos, 32 Staude,
Ersatz: 25 Klewin (Tor) –14 Edmundsson, 16 Brandy, 17 Owusu, 34 Özkan, 38 Ucar, 44 Atkinson.

Tore: 0:1 Nöthe (8.), 1:1 Steinhart (35., Foulelfmeter), 1:2 Klos (54.).
Gelbe Karten: – Christensen.
Zuschauer: 200 Trainingsplatz Hotel Oliva Nova Beach & Golf Resort.
Schiedsrichter: Derlin Stiven Vélez Echavarria; Assistenten: Jaad El Houcin, Lluis Calafat Boix (alle Valencia)

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2216.htm


Testspiel 14.01.2019, 15.30 Uhr
1860 München – SV Darmstadt 98 0:1 (0:1)

Löwen unterliegen im Test Darmstadt 98 mit 0:1.

Phillipp Steinhart hatte in der 12. Minute per Freistoß die Chance zur Führung, vergab aber deutlich.
 
Die Löwen verlieren ihren ersten Test im Trainingslager im spanischen Oliva unter den Augen der Ex-Löwen Richard Neudecker (FC St. Pauli) und Manuel Schäffler (SV Wehen Wiesbaden) gegen Zweitligist SV Darmstadt 98 mit 0:1. Das „Tor des Tages“ erzeilte Felix Platte in der 21. Minute.

Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im ersten Test während des Trainingslagers in Oliva auf Stefan Lex (Adduktorenprobleme) verzichten. Ebenso fehlten die Daheimgebliebenen Nicholas Helmbrecht und Noel Niemann (Aufbautraining), Benjamin Kindsvater (Adduktorenprobleme) und Simon Seferings (Faserriss) sowie der wechselwillige Adriano Grimaldi. Nicht zum Einsatz Hendrik Bonmann. Er darf gegen Arminia Bielefeld 90 Minuten das Tor hüten, diesmal durfte Maco Hiller über die komplette Spielzeit ran.

Der Zweitligist hatte die erste gute Offensivszene, eingeleitet vom Ex-Löwen Yannick Stark. Der bediente den durchgestarteten Sören Bertram. Phillipp Steinhart verschätzte sich bei dessen Hereingabe, doch Romuald Lacazette konnte gerade noch vor Marcel Heller die Kugel ins Tor-Aus befördern (2.). In der 6. Minute flankte Marius Willsch von rechts, dem Kopfball von Nico Karger fehlte jedoch der Druck, so dass er geblockt werden konnte. Nach einem Foul von Stark an Efkan Bekiroglu kam Phillipp Steinhart zu einer guten Freistoßchance. Der Top-Vorlagengeber der 3. Liga zirkelte jedoch den Ball aus 19 Metern in zentraler Position deutlich über den Querbalken (12.). In der 16. Minute kam Bekiroglu in aussichtsreicher Position nach einem Zuspiel von Sascha Mölders gegen Lilien-Keeper Max Grün einen Tick zu spät. In die Drangphase der Löwen erzielten die Hessen die Führung. Nach einem Pass in die Tiefe tauchte Felix Platte frei vor Marco Hiller auf, ließ dem 1860-Keeper aus zwölf Metern keine Chance (21.). Zwei Minuten später die Möglichkeit zum Ausgleich. Nach Mölders-Pass kam Karger in aussichtsreicher Position zum Abschluss, setzte die Kugel aber deutlich über das Darmstädter Tor (23.). Die Sechzger waren weiter bemüht, hatten auch einige Standards in Tornähe, doch so richtig gefährlich wurden sie selten. Eine Hereingabe von links durch Steinhart verpasste Lacazette, Leihspieler vom Gegner, im Zentrum nur knapp (36.). Kurz danach die nächste Möglichkeit für die Löwen, doch das Zuspiel von Mölders im Strafraum landete im Rücken von Bekiroglu (37.). Da hätte der Torjäger selbst den Abschluss suchen müssen! Auf der Gegenseite verlängerte Platte einen Einwurf per Kopf in die Mitte, Johannes Wurtz kam zum Abschluss, aber sein Schuss ging deutlich über den Kasten (42.). Das war auch die letzte nennenswerte Aktion vor dem Pausenpfiff. Trotz optischer Vorteile blieb es beim 0:1-Rückstand aus der 21. Minute.

Bis auf Torhüter Hiller schickte Daniel Bierofka zur 2. Halbzeit eine komplett neue Mannschaft aufs Spielfeld. In der 49. Minute verpasste Markus Ziereis nach starker Vorarbeit von Christian Köppel acht Meter vor dem Tor die hohe Hereingabe nur knapp. Die Kugel prallte allerdings von einem Darmstädter Richtung Tor, kullerte haarscharf am langen Pfosten vorbei. Nach einem Ballgewinn schalteten die Lilien schnell um, Joevin Jones trieb den Ball nach vorne und schickte Orrin Gaines auf der rechten Seite. Seine Hereingabe landete bei Terrence Boyd, der im Rückwärtslaufen am langen Eck vorbeiköpfte (55.). Auf der anderen Seite kam Jan Mauersberger nach einem Eckball von Alessandro Abruscia zum Abschluss, verpasste aber den Ausgleich (59.). In der 65. Minute passte Daniel Wein auf Ziereis im Strafraum, doch der Oberpfälzer brachte das Zuspiel nicht unter Kontrolle, deswegen fehlte seinem Abschluss die nötige Schärfe. Nach einem Freistoß von Abruscia aus halbrechter Position, den Wein verlängerte, verpassten nacheinander Ziereis und Aaron Berzel am langen Pfosten (70.). Einen Konter über Sandro Sirigu schloss Boyd aus 18 Metern ab, jedoch Berzel grätschte dazwischen, vereitelte den Torabschluss (76.). In der Schlussviertelstunde passierte nichts Entscheidendes mehr, so blieb es bei der knappen Löwen-Niederlage. Ein Leistungsunterschied der Sechzger gegenüber dem Zweiligisten war jedenfalls nicht zu erkennen.

Löwen-Chefcoach Daniel Bierofka war vor allem mit der Defensivleistung seines Teams zufrieden. „In der 1. Halbzeit haben wir zwei Torschüsse zugelassen, in der 2. Halbzeit keinen mehr. Defensiv haben wir gut gearbeitet, offensiv hatten wir vor der Pause zwei gute Möglichkeiten, wo einmal Romuald Lacazette nicht mehr ganz hin kam und das andere Mal Sascha Mölders den Ball zu weit nach hinten legt.“ Beiden Team, so der 39-Jährige, habe man die fehlende Frische nach drei Trainingseinheiten gestern und heute Morgen angemerkt. „Das muss man in die Bewertung einbeziehen!“ Bierofka monierte jedoch die fehlende Durchschlagskraft im letzten Spieldrittel. „Da fehlt uns noch die Geschwindigkeit. Wir haben jetzt zwei Tage trainiert, nun haben wir drei Tage bis zum nächsten Testspiel. Dann sehen wir, was wir gegen Bielefeld machen“, will der Trainer mit seinem Team an diesem Manko weiter arbeiten. „Ich hoffe, dass wir dann ein Stück weiter sind.“ Jeder sei sehr engagiert gewesen, auch wenn man einigen Spielern wie Markus Ziereis angemerkt hätte, „dass sie lange verletzt waren. Er braucht, wie auch Lacazette, jetzt die Spielpraxis, die Matchpraxis. Im Training kann man zwar viel machen, Spiele sind aber etwas anderes!“

STENOGRAMM, Testspiel 14.01.2019, 15.30 Uhr

1860 München – SV Darmstadt 98 0:1 (0:1)

1860, 1. Halbzeit: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 32 Lorenz, 36 Steinhart – 5 Moll – 38 Lacazette, 20 Bekiroglu – 25 Willsch, 9 Mölders, 18 Karger.
1860, 2. Halbzeit: 1 Hiller (Tor) – 27 Belkahia, 22 Berzel, 6 Mauersberger – 2 Weeger, 17 Wein, 14 Dressel, 11 Köppel – 31 Koussou, 24 Ziereis, 19 Abruscia.
Ersatz: 30 Hipper (Tor) – 33 Greilinger, 34 Böhnlein, 44 Klassen.

D98, 1. Halbzeit: 38 Grün (Tor) – 43 A. Jones, 40 Rieder, 28 Franke, 2 Hertner – 25 Stark, 5 Medojevic, 20 Heller – 9 Wurtz, 7 Platte, 23 Bertram.
D98, 2. Halbzeit: 38 Grün (Tor) – 3 J. Jones, 11 Kempe, 14 Pálsson, 17 Sirigu, 18 Boyd, 19 Dursun, 21 Höhn, 27 Gaines, 32 Holland, 36 Kamavuaka.
Ersatz: 1 Heuer Fernandes (Tor) – 34 Müller.

Tor: 0:1 Platte (21.).
Gelbe Karten: Belkahia – Boyd.
Zuschauer: 200 Trainingsplatz Hotel Oliva Nova Beach & Golf Resort.
Schiedsrichter: Juan Miguel Tebar Hernandez; Assistenten: Roberto Cerda Gomez, Pablo Martin Sacristan (alle Valencia).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2211.htm


Testspiel 09.01.2019, 14 Uhr
1860 München – SV Guntamatic Ried 2:2 (1:2)

Löwen starten mit 2:2 gegen Ried ins Jahr 2019

Dennis Dressel (re.) glänzte beim 2:2 als Vorbereiter, Eric Weeger als Vollstrecker. 
Die Löwen beendeten ihr erstes Testspiel 2019 gegen den österreichischen Zweitligisten SV Guntamatic Ried mit 2:2.Dabei lagen sie nach etwas mehr als einer Viertelstunde bereits 0:2 zurück, doch Phillipp Steinhart per Foulelfmeter (25.) und Eric Weeger (84.) glichen zum Endstand aus.

Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im ersten Test 2019 gegen den SV Guntamatic Ried auf Qurin Moll (Achillessehnenbeschwerden), Stefan Lex, Benjamin Kindsvater (beide Adduktorenprobleme), Simon Seferings (Faserriss), Noel Niemann und Nicholas Helmbrecht (Aufbautraining) verzichten. Nicht zum Einsatz kam der wechselwillige Adriano Grimaldi.

Richtig kalt erwischt wurden die Löwen gegen den Tabellendritten der 2. Liga Österreichs. Nach etwas mehr als 60 Sekunden lag die Kugel bereits im Tor von Marco Hiller. Eine flache Hereingabe durch Thomas Mayer von der rechten Seite drückte Darijo Pecirep am zweiten Pfosten aus abseitsverdächtiger Position zum 1:0 für die Gäste über die Linie (2.). Die Sechzger waren im Anschluss bemüht, die Kontrolle über die Partie zu erlangen. In der 6. Minute legte Sascha Mölders mit dem Rücken zum Tor den Ball auf Romuald Lacazette ab, der 19-Meter-Schuss des Franzosen aus halblinker Position ging jedoch knapp übers lange Eck. In der 13. Minute vergab Efkan Bekiroglu die Riesenchance zum Ausgleich, als er eine Flanke von Phillipp Steinhart von der linken Seite am Fünfmeterraum freistehend per Kopf nicht an SVR-Keeper Filip Dmitrovic vorbeibrachte. Drei Minuten später folgte die Strafe der äußerst effizient spielenden Oberösterreicher auf den Fuß. Bekiroglu hatte in der Vorwärtsbewegung den Ball verloren, Lukas Grgic passte durch die Schnittstelle auf Julian Wießmeier, der aus 17 Metern genau ins untere rechte Eck zum 2:0 traf (16.). In der 24. Minute war Nico Karger nach einem Mölders-Zuspiel von Grgic nur mit einem Foul im Strafraum zu stoppen, Schiedsrichter Julian Kreye zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Steinhart lief an und erzielte mit Hilfe des linken Innenpfostens den Anschlusstreffer (25.). Nach einer halben Stunde besaß Mölders die Chance zum Ausgleich. Karger hatte auf den 33-Jährigen halblinks durchgesteckt. Aber anstatt selbst abzuschließen, passte er auf Marius Willsch in der Mitte. Ein Verteidiger der Gäste hatte aufgepasst, ging dazwischen (31.). Drei Minuten später konterten die Sechzger in Überzahl, Mölders spielte Doppelpass mit Bekiroglu, scheiterte anschließend aus 15 Metern an Dmitrovic, der seinen Schuss per Fuß abwehrte (34.). In der 41. Minute wurde Karger erneut im Strafraum gelegt, diesmal war Manuel Kerhe der Übeltäter. Alle rechneten mit dem zweiten Elfmeter, doch der Linienrichter hatte Mölders, der gar nicht ins Geschehen eingriff, im Abseits gesehen, der Schiedsrichter folgte seinem Assistenten, entscheid auf Freistoß für Ried. So blieb es beim 1:2 Pausenrückstand der Löwen.

1860-Chefcoach Daniel Bierofka schickte eine komplett andere Elf in der 2. Halbzeit aufs Feld. Dabei stand Hendrik Bonmann erstmals nach seiner langwierigen Verletzung wieder zwischen den Pfosten. Und die Sechzger machten gleich richtig Druck. Alessandro Abruscia scheiterte mit einem 24-Meter-Freistoß an Keeper Johannes Kreidl (48.). In der 54. Minute kam Eric Weeger nach einem Abpraller halbrechts im Strafraum zum Abschluss, seine Direktabnahme aus 15 Metern ging aber deutlich am langen Eck vorbei. Vier Minuten später hatte Nono Koussou die Möglichkeit zum Ausgleich auf dem Fuß. Christian Köppel hatte sich auf der linken Seite gegen zwei Rieder durchgesetzt, legte zurück auf Koussou, der nicht direkt abschloss, sondern den Ball erst annahm. So konnte Bojan Luganja seinen Schuss aus acht Metern noch zur Ecke abblocken (58.). In der 69. Minute setzte sich Weeger auf der rechten Seite durch, Kreidl warf sich anschließend in seine Hereingabe, verhinderte so den Abschluss des freistehenden Koussous. Kurz vor Schluss wurden die Löwen dann doch noch mit dem hochverdienten Ausgleich belohnt. Dennis Dressel hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt, legte mit viel Überblick die Kugel zurück auf Weeger, der halbrechts aus neun Metern zum 2:2-Endstand ins linke Eck traf (84.).

Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka fand die Leistung aus dem vollen Training heraus in Ordnung. „In der 2. Halbzeit haben wir richtig gut gespielt. Vor der Pause haben wir die eine oder andere klare Torchance liegenlassen“, moniert er. „Es war ein Testspiel. Da kommt es weniger auf das Ergebnis als auf die Art und Weise an.“ Der 39-Jährige monierte im ersten Durchgang die fehlende Feinabstimmung zwischen Romuald Lacazette und Efkan Bekiroglu. „Daran müssen wir noch arbeiten.“ Besonders freute den Trainer das Auftreten von Dennis Dressel und Eric Weeger, die im Zusammenspiel den zweiten Treffer erzielen konnten. „Dennis hat das halbe Jahr egelmäßige Spielpraxis in der U21 richtig gutgetan. Er wird mit ins Trainingslager fahren. Im Hinblick auf die kommende Saison werden wir ihn fördern.“ Um Weeger, so Bierofka, mache er sich ohnehin keine Sorgen. „Eric wird in der Rückrunde seine Chance bekommen.“ Erstmals seit dem 31. August 2018 stand Hendrik Bonmann, der als Nummer Eins in die Saison gestartet war, nach seiner Verletzung wieder zwischen den Pfosten. „Für Henne ist es wichtig, dass er wieder fit ist. Das ist ganz entscheidend. Er wird in einem der beiden kommenden Testspiele 90 Minuten durchspielen – und dann sehen wir weiter“, kündigt Bierofka an.

STENOGRAMM, Testspiel 09.01.2019, 14 Uhr

1860 München – SV Guntamatic Ried 2:2 (1:2)

1860, 1. Halbzeit: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 27 Belkahia, 32 Lorenz, 36 Steinhart – 17 Wein – 38 Lacazette, 20 Bekiroglu – 25 Willsch, 9 Mölders, 18 Karger.

1860, 2. Halbzeit: 39 Bonmann (Tor) – 4 Weber, 22 Berzel, 6 Mauersberger – 2 Weeger, 14 Dressel, 34 Böhnlein, 11 Köppel – 31 Koussou, 24 Ziereis, 19 Abruscia.
Ersatz: 14 Dressel.

SVR, 1. Halbzeit: 61 Dmitrovic (Tor) – 13 Kerhe, 6 Reiner, 28 Reifeltshammer, 15 Kröpfl – 22 Grgic, 23 Grabher – 11 Mayer, 10 Wießmeier, 12 Grüll – 19 Pecirep.
SVR, 2. Halbzeit: 1 Kreidl (Tor) – 31 Takougnadi, 6 Reiner, 5 Lugonja, 18 Schilling – 8 Ammerer, 23 Grabher (64., 7 Hebesberger) – 29 Dos Santos Dias, 17 Cirkic, 20 Surdanovic – 9 Vojic.

Tore: 0:1 Pecirep (2.), 0:2 Wießmeier (16.), 1:2 Steinhart (25., Foulelfmeter), 2:2 Weeger (84.) .
Gelbe Karten: Bekiroglu –.
Zuschauer: 100 Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114.
Schiedsrichter: Julian Kreye; Assistenten: Felix Brandstätter, Richard Conrad.

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Testspiel 16.11.2018, 15.30 Uhr
1860 München – FC Ingolstadt 04 2:1 (2:0)

 

Löwen bezwingen FC Ingolstadt mit 2:1.

Efkan Bekiroglu (re.) und Adriano Grimaldi (li.) gratulieren Semi Belkahia (Mitte) zu seinem Treffer. 
 
Die Löwen gewannen den Test gegen Zweitligist FC Ingolstadt in Heimstetten mit 2:1. Dabei konnte das Team von Daniel Bierofka vor allem vor der Pause mit Treffern von Nico Karger (14.) und Semi Belkahia (26.) überzeugen. Nach dem Anschluss von Dario Lezcano per Foulelfmeter(69.) wurde es nochmals eng.

Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im Test gegen die Schanzer auf Jan Mauersberger (Gesichtsfraktur), Stefan Lex (Gehirnerschütterung), Benjamin Kindsvater (Muskelverletzung), Nicholas Helmbrecht (Patellasehnenspitzensyndrom), Markus Ziereis (Narbenentzündung), Herbert Paul (Muskelverletzung im hinteren Oberschenkel), Noel Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss) und Hendrik Bonmann (Narbeneinriss im Knie) verzichten.

Erstmals gefährlich wurde es für das Löwen-Tor in der 5. Minute, als Charlison Benshop halbrechts aus zwölf Metern zum Abschluss kam, aber übers rechte Toreck zielte. Die erste Chance hatten die Sechzger in der 13. Minute. Marius Willsch hatte von rechts geflankt, Adriano Grimaldi lief in die Hereingabe, köpfte aber rechts am Tor vorbei. Eine Minute später lag der Ball im Ingolstädter Tor. Eric Weeger hatte auf rechts abgelegt, Willsch flankte in den Rücken der Abwehr, wo Nico Karger aus 13 Metern frei zum Abschluss kam, zum 1:0 ins linke untere Eck traf (14.). In der 26. Minute sogar das 2:0. Eine Ecke von links durch Phillipp Steinhart verlängerte Efkan Bekiroglu mit dem Kopf, Semi Belkahia kam am langen Eck an den Ball, traf aus sechs Metern neben dem rechten Pfosten ins Tor. Eine Freistoßflanke von links köpfte Daniel Wein über den Querbalken (31.). Die Sechzger dominierten i n dieser Phase eindeutig den Zweitligisten. Einen Schuss von Marcel Gaus aus 17 Metern lenkte in der 39. Minute Belkahi zur Ecke ab. Ein Schuss von Karger nach Grimaldi-Zuspiel von der Strafraumkante verfehlte nur knapp das Ziel (43.). Völlig verdient nahmen die Sechzger den Zwei-Tore-Vorsprung mit in die Kabine.

Gleich nach Wiederbeginn hatten die Schanzer eine gute Möglichkeit zum Anschluss. Der eingewechselte Ageyemang hatte von rechts in den Rückraum geflankt, Benshop kam am Elfmeterpunkt zum Abschluss, setzte die Kugel rechts neben den Pfosten (46.). Die Schanzer waren jetzt engagierter, trafen aber auf eine gut gestaffelte Löwen-Defensive. Bis zur 68. Minute, als Belkahia den eingewechselten Fatih Kaya im Strafraum foulte. Den anschließenden Strafstoß verwandelte Dario Lezcano zum 1:2 (69.). Ein Rechtsschuss von Christian Köppel vom linken Strafraumeck aufs kurze Eck konnte Fabijan Buntic in der 77. Minute parieren. Ex-Löwe Thomas Pledl scheiterte mit einem 16-Meter-Schuss an Johann Hipper im 18650-Tor (81.). Die Vorentscheidung hatte Nono Koussou in der 84. Minute auf dem Fuß. Felix Weber hatte von der rechten Seite gepasst, doch der kleine Dribbser schob die Kugel aus zwölf Metern am langen Eck vorbei. Einen Freistoß halblinks aus 19 Metern von Sandro Abruscia konnte Buntic gerade noch über den Querbalken lenken (87.). Im Anschluss an die folgende Ecke traf Belkahia per Seitfallzieher nur den linken Außenpfosten (88.). So blieb es beim 2:1-Sieg der Löwen.

Für 1860-Chefcoach Daniel Bierofka war der Test in Ordnung. „Die Mannschaft hat die Woche gut trainiert, ich wollte heute jedem die Chance geben, sich zu zeigen.“ Mit den ersten 45 Minuten war er sogar „sehr zufrieden“. „Wir haben gut von hinten aufgebaut. Vorne haben sich die Spieler die Bälle abgeholt. In der 2. Halbzeit haben wir dann das Tempo vermissen lassen“, monierte der 39-Jährige. Das lag aber auch daran, dass er durch die Verletzung von Stefan Lex und Benjamin Kindsvater keine Außenbahnspieler mehr aufbieten konnte. Unterm Strich sei der Sieg gut fürs Selbstvertrauen, „auch wenn Ingolstadt nicht mit der A-Besetzung aufgelaufen ist. Für uns ist das Erfolgserlebnis trotzdem wichtig – selbst wenn es nur ein Test war.“ Ein besonderes Lob hatte er für Youngster Semi Belkahia parat. „Er hat eine gute Entwicklung genommen. Das hat Semi heute gezeigt. Er wird seinen Weg machen, auch wenn es unter Wettkampfstress nochmals was anderes ist. Wir wollen den Jungen aber nicht verbrennen.“ Besonders freute er sich über den Treffer des 19-Jährigen. „Das gibt ihm Selbstvertrauen. Er ist sehr introvertiert, muss seine Stärken noch besser zur Entfaltung bringen.“

STENOGRAMM, Testspiel 16.11.2018, 15.30 Uhr

1860 München – FC Ingolstadt 04 2:1 (2:0)

1860, 1. Halbzeit: 30 Hipper (Tor) – 2 Weeger, 27 Belkahia, 22 Berzel, 36 Steinhart – 17 Wein – 20 Bekiroglu, 38 Lacazette – 25 Willsch, 10 Grimaldi, 18 Karger.

1860, 2. Halbzeit: 30 Hipper (Tor) – 4 Weber, 27 Belkahia, 22 Berzel (61., Lorenz) – 5 Moll – 31 Koussou, 8 Seferings, 34 Böhnlein, 11 Köppel – 19 Abruscia, 9 Mölders.
Nicht eingesetzt: 1 Szekely (Tor) – 14 Dressel, 44 Klassen.

FCI: 16 Knaller (46., 24 Buntic/Tor) – 26 Neumann (65., 4 Gerlspeck) , 5 Gimber, 3 da Costa Sou (46., 27 Diawusie) – 38 Rinderknecht – 30 Pledl, 10 Kittel, 13 Leipertz (46., 15 Grauschopf), 19 Gaus – 11 Lezcano, 35 Benshop (65., 36 Kaya).

Tore: 1:0 Karger (14.), 2:0 Belkkahia (26.), 2:1 Lezcano (69., Foulelfmeter).
Gelbe Karten: Böhnlein – Gaus, Kaya.
Zuschauer: 300 im Sportpark Heimstetten.
Schiedsrichter: Wolfgang Haslberger; Assistenten: Elias Tiedeken, Maximilian Riedel.

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Toto-Pokal, Viertelfinale, 10.10.2018, 19.30 Uhr

TSV Buchbach – TSV 1860 München 0:2 (0:1)
 

Löwen stehen nach 2:0 im Halbfinale des Toto-Pokals.

Simon Lorenz erzielte per Kopf in der 8. Minute die Führung für die Löwen. 
 
Die Löwen stehen nach hartem Kampf im Halbfinale des Bayerischen Toto-Pokals. Mit 2:0 besiegten sie in der ausverkauften SMR-Arena den TSV Buchbach. Simon Lorenz vor der Pause (8.) und Stefan Lex (69.) in der 2. Halbzeit sorgten für die Tore.

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste in Buchbach auf Quirin Moll (Kniekehlen-Probleme), Jan Mauersberger (Mittelgesichtsfraktur), Nicholas Helmbrecht (Patellasehnenspitzensyndrom), Markus Ziereis (Trainingsrückstand), Noel Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss), Phillipp Steinhart (muskuläre Probleme) und Hendrik Bonmann (Trainingsrückstand) verzichten. Nicht im Kader standen Benjamin Kindsvater und Alessandro Abruscia. Simon Seferings, Christian Köppel, Dennis Dressel und Ugur Türk spielten zeitgleich in der U21 gegen den TuS Holzkirchen (3:1).

Spielverlauf: Die Löwen gingen gleich mit der ersten Chance des Spiels in Führung. Einen Standard aus dem rechten Halbfeld hob Daniel Wein mit viel Gefühl vors Tor, Simon Lorenz war eingelaufen, setzte die Kugel per Flugkopfball an die Oberkante der Latte, von wo sie aus hinter die Linie zum 1:0 sprang (8.). Buchbachs Keeper Egon Wagner war machtlos. Dieser frühe Treffer spielte den Sechzger in die Karten. Sie konnten abwarten, während der Regionalligist nun mehr riskieren musste. In der 14. Minute klärte Eric Weeger eine flache Hereingabe von rechts vor Aleksandro Petrovic. Ansonsten passierte wenig vor den Toren. Erst nach einer Rechtsflanke von Marius Willsch musste Egon Weber im Buchbacher Tor eingreifen. Sascha Mölders war am zweiten Pfosten zum Abschluss gekommen, der Keeper reagierte mit einem Reflex, wehrte den Schuss aus kurzer Distanz ab (28.). Zwei Minuten später setzte sich Merphi Kwatu im Löwen-Strafraum auf der rechten Seite durch, sein Sieben-Meter-Schuss aus spitzem Winkel lenkte Marco Hiller mit einer Glanzparade ans Außennetz (30.). Christian Bruscia überlief in der 38. Minute auf der rechten Außenbahn Herbert Paul, seine flache Hereingabe fast von der Grundlinie wehrte Hiller mit dem Fuß ab. Eine Willsch-Flanke köpfte Romuald Lacazette aus zehn Metern neben den rechten Pfosten (40.). Im Gegenzug köpfte Lorenz auf der Linie eine Hereingabe von rechts durch Markus Grübl auf der Linie am kurzen Pfosten weg (41.). Nur knapp streifte ein 24-Meter-Schuss von Lacazette über die Querlatte (43.). Somit nahmen die Löwen die knappe Führung mit in die Kabine.

Kurz nach Wiederanpfiff versuchte es Efkan Bekiroglu mit einem 25-Meter-Schuss, erwischte Egon Weber auf dem falschen Fuß. Der Buchbacher Schlussmann konnte den Ball aber trotzdem entschärfen (47.). Die Löwen konterten zwei Minuten später nach einer abgewehrten Ecke der Gastgeber. Bekiroglu legte nach rechts ab auf den mitgelaufenen Weeger, dessen 18-Meter-Schuss strich knapp über die Querlatte (49.). Nach einem weiten Abschlag von Hiller leitete Mölders den Ball per Kopf auf den durchgestarteten Willsch weiter, der kam frei an der Strafraumgrenze zum Abschluss, zielte aber am linken Pfosten vorbei (62.). Wenige Sekunden später scheiterte Stefan Lex im Eins-gegen-Eins an Keeper Weber, der Abpraller kam zu Mölders. Der zielte aufs leere Tor, aber ein Buchbacher warf sich in den Schuss, verhinderte so das 2:0 (63.). In der 69. Minute lag die Kugel dann im Tor der Gastgeber. Lacazette hatte auf der linken Seite Mölders geschickt, der passte an den ersten Pfosten auf Lex, der drehte sich mit dem Rücken zum Tor außen um seinen Gegenspieler, traf anschließend aus sechs Metern ins kurze Eck. In der 76. Minute narrte der eingewechselte Sammy Ammari die Löwen-Defensive, legte die Kugel dann in die Mitte, wo zwei Buchbacher lauerten, aber Weeger ging dazwischen, klärte die Situation. Ansonsten verlief die Schlussviertelstunde ruhig, die Sechzger brachten das Ergebnis sicher über die Zeit und stehen nun im Halbfinale des Toto-Pokals 2018/2019.

„Das frühe Tor war wichtig“, stellte Löwen-Trainer Daniel Bierofka fest, „danach haben wir die zweiten Bälle gut verteidigt. Sascha Mölders hatte noch vor der Pause eine Riesenchance zum 2:0.“ Das Einzige, was der 39-Jährige monierte war, dass der zweite Treffer so lange auf sich warten ließ. „In der 2. Halbzeit hätten wir eher das Tor machen müssen. Heute haben mir besonders der Charakter und die Mentalität der Mannschaft gefallen. Hier in Buchbach zu spielen ist nicht leicht.“ Besonders freute sich Bierofka über das Tor von Stefan Lex. „Gerade nach der Pause hat man gesehen, was er drauf hat. Stefan hatte eine gute Balance zwischen Wechseln von innen nach außen. Das Tor für ihn war wichtig, um wieder die Glückshormone zu haben, wenn man trifft.“

Stefan Lex, der vier Jahre beim TSV Buchbach spielte, war nach dem Spiel gut aufgelegt. „Ich weiß ja, wo hier das Tor steht!“ Die Erleichterung bei ihm sei sehr groß. „Tore sind immer schön, gerade in einer Phase wo es nicht so läuft.“ Der Stürmer gab ehrlich zu, dass er gedacht habe, sich bei den Löwen schneller einzugewöhnen. „Zuletzt war ich zu verkrampft. Ich arbeite im Training daran, dass ich wieder meine Lockerheit finde.“

Der andere Torschütze, Simon Lorenz, sprach von einer erledigten Pflichtaufgabe bei schweren Bedingungen. „Wir haben es ordentlich gemacht. Vielleicht hätten wir noch mehr Kontrolle im Spiel haben müssen. Aber Hauptsache wir sind weiter!“ Auch der Innenverteidiger bemängelte die Chancenverwertung nach seinem frühen Tor. „Wir hatten drei, vier Hundertprozentige in der 2. Halbzeit, bevor Stefan Lex trifft.“

STENOGRAMM, Toto-Pokal, Viertelfinale, 10.10.2018, 19.30 Uhr

TSV Buchbach – TSV 1860 München 0:2 (0:1)

TSV: 1 Weber – 3 Moser, 4 Leberfinger, 5 Hain, 15 Grübl – 17 Brucia, 16 Walleth, 6 Rosenzweig, 14 Drum – 29 Petrovic, 25 Kwatu.
Ersatz: 21 Maus (Tor) – 8 Bahar, 9 Drofa, 10 Breu, 11 Ammari, 20 Denk, 27 Sassmann.

1860: 1 Hiller (Tor) – 2 Weeger, 4 Weber, 32 Lorenz, 28 Paul – 38 Lacazette, 17 Wein, 20 Bekiroglu – 25 Willsch, 9 Mölders, 7 Lex.
Ersatz: 30 Hipper (Tor) – 10 Grimaldi, 18 Karger, 22 Berzel, 27 Belkahia, 31 Koussou, 34 Böhnlein.

Wechsel: Ammari für Drum (46.), Breu für Rosenzweig (78.), Bahar für Brucia (78.) – Berzel für Weber (46.), Grimaldi für Mölders (74.), Böhnlein für Bekiroglu (87.).

Tore: 0:1 Lorenz (8.), 0:2 Lex (69.).
Gelbe Karten: Hain, Drum – Berzel, Lorenz, Lacazette.
Zuschauer: 2.700 in der SMR-Arena (ausverkauft).
Schiedsrichter: Christian Dietz; Assistenten: Elias Tiedeken, Thomas Wagner.

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Toto-Pokal, Achtelfinale, 4.09.2018, 18.60 Uhr

FC Memmingen - TSV 1860 München 0:1 (0:0)
 

Sechzig steht im Toto-Pokal Viertelfinale: Last-Minute-Sieg in Memmingen

Ein richtiger Pokalfight auf tiefem Boden, hier sind Löwe Alessandro Abruscia und der Memminger Dennis Hoffmann im Zweikampf. 
 
Durch einen Treffer in der Nachspielzeit durch Herbert Paul ziehen die Löwen ins Viertelfinale des Toto-Pokals ein. Vorher hatten sie auf tiefem Rasen in der Memminger Arena jedoch ein hartes Stück Arbeit zu verrichten.

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste in Memmingen verletzungsbedingt auf Daniel Wein (Probleme am Sprunggelenk), Sascha Mölders (Schmerzen im Knie), Aaron Berzel (Faserriss im Adduktor), Nicholas Helmbrecht (muskuläre Probleme), Markus Ziereis (Außenbandteilriss im rechten Knie) und Noel Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss) verzichten.

Spielverlauf: Sechzig begann die Partie auf dem tiefen, vom Regen der vergangenen Tage gezeichneten und daher auch rutschigen Rasen mit viel Ballbesitz. Bereits in der zweiten Spielminute verpasste Stefan Lex eine Hereingabe im gegnerischen Strafraum nur knapp. Nach 4 Minuten lag der Ball im Tor der Gastgeber, doch Efkan Bekiroglu stand nach dem Zuspiel von Kristian Böhnlein im Abseits und Schiedsrichter Schultes erkannte dem Treffer die Anerkennung ab. Vier Minuten später versuchte es Benjamin Kindsvater aus spitzem Winkel, doch Zeche im Tor des FCM klärte den Versuch.

Regionalligist Memmingen hatte die erste Chance, als Simon Seferings seinen Gegenspieler Furkan Kircicek von den Beinen holte und der FCM 25 Meter zentral vor dem Tor einen Freistoß zugesprochen bekam. Den Schuss von Jannik Rochelt konnte Marco Hiller jedoch festhalten (13.). Nur eine Minute später bediente Stefan Lex an der Strafraumgrenze Benjamin Kindsvater. Der ließ mit einer Körpertäuschung zwei Gegenspieler ins Leere laufen, verzog anschließend jedoch knapp links. Nach 28 Minuten bediente Simon Seferings den gestarteten Benjamin Kindsvater mustergültig, doch dessen Lauf alleine auf den Torhüter wurde von der Abseitsfahne des Assistenten unter Protesten der Löwen-Bank verhindert.

Fünf Minuten nach dieser Szene bekamen die Löwen einen Freistoß am linken Strafraumeck zugesprochen, doch Alessandro Abruscia setzte den Ball knapp über die Querlatte. Nach 38 Minuten versprang Semi Belkahia der Ball in einem der zahlreichen Löcher des Memminger Rasens und die Gastgeber setzten zum Angriff an. Semi Belkahia und Marco Hiller konnten die brenzlige Situation klären. Mit einem torlosen Unentschieden gingen die beiden Mannschaften in die Kabinen.

Nach der Pause hatte Memmingen die erste Chance, als Celani mit einem Versuch von der Strafraumgrenze Marco Hiller prüfte. Der Löwen-Torhüter konnte jedoch souverän abwehren (50.). Kurz danach war Benjamin Kindsvater alleine durch, doch auch auf der Seite vor dem Gästeblock ging die Fahne sofort nach oben, auch dieser Angriff wurde unterbunden. Auf Memminger Seite scheiterte Rochelt nach 66 Minuten in einer Kontersituation nur knapp an Marco Hiller. Im Anschluss brachte Daniel Bierofka Adriano Grimaldi für Kristian Böhnlein. Sofort übten die Gäste in der Offensive wieder mehr Druck aus und reagierten damit auf eine Phase, in der Memmingen einige gute Aktionen zeigen konnte.

Nach einer Weeger-Flanke versuchte Adriano Grimaldi den Ball mit der Brust über die Linie zu drücken, scheiterte aber am Torhüter (75.). Die bis dahin beste Chance der zweiten Halbzeit hatte 10 Minuten vor dem Ende dennoch Kircicek für den FC Memmingen, der mit seinem Schuss aus 16 Metern den linken Außenpfosten touchierte.

Erst in der Nachspielzeit fiel der erste Treffer der Partie als Herbert Paul nach einer Abruscia-Ecke aus kurzer Distanz einschob und damit den Viertelfinaleinzug der Löwen klar machte.

STENOGRAMM, Toto-Pokal, Achtelfinale, 4.09.2018, 18.60 Uhr

FC Memmingen - TSV 1860 München 0:1 (0:0)

1860: 1 Hiller (Tor) – 11 Köppel, 6 Mauersberger, 27 Belkahia, 2 Weeger – 34 Böhnlein, 19 Abruscia, 8 Seferings – 16 Kindsvater, 20 Bekiroglu, 7 Lex.
Ersatz: 30 Hipper (Tor) – 10 Grimaldi, 14 Dressel, 28 Paul, 31 Koussou, 32 Lorenz, 38 Lacazette.

FCM: 22 Zeche – 24 Lutz, 2 Jokic, 6 Rietzler, 30 Heilig – 10 Rochelt, 8 Heger, 31 Hoffmann, 20 Kücük – 9 Celani, 19 Kircicek.

Ersatz: 1 Gruber – 3 Stoilov, 4 Boyer, 7 Maier, 17 Schad, 21 Dzalto, 27 Hayse.

Wechsel: Hayse für Celani (70.), Dzalto für Kiricek (82.), Maier für xxx (xx.) - Grimaldi für Böhnlein (66.), Lorenz für Seferings (70.), Paul für Weeger (82.)

Tore: 0:1 Paul (90.) 

Gelbe Karten: Lutz, Heger – Bekiroglu, Seferings, Lorenz.

Zuschauer: 3.559 Arena Memmingen

Schiedsrichter: SR: Tobias Schultes (Betzigau), SRA1: Andreas Hummel (Betzigau), SRA2: Fabian Härle (Germaringen)

Bildergalerie:   http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2181.htm

 

2. Hauptrunde Toto-Pokal, 21.08.2018, 18.15 Uhr

FC Ergolding – 1860 München 1:7 (0:5)
 

Löwen nach 7:1 gegen Ergolding im Achtelfinale des Toto-Pokals.

Alessandro Abruscia eröffnete in der 9. Minute den Torreigen vor 2.100 Zuschauern in Ergolding. 
 
Die Löwen stehen nach dem 7:1-Erfolg beim Bezirksligisten FC Ergolding im Achtelfinale des Toto-Pokals. Die Treffer erzielten Alessandro Abruscia (9.), Stefan Lex (25.), Efkan Bekiroglu (26. und 80.), Markus Ziereis (27.), Jan Mauersberger (39.) und Nicholas Helmbrecht (66.). Der vielumjubelte Ehrentreffer gelang Florentin Seferi in der 63. Minute zum zwischenzeitlichen 1:5.

Personal: Interimstrainer Günther Gorenzel setzt auch in der 2. Hauptrunde des Toto-Pokals die Spieler ein, die im bisherigen Saisonverlauf in der 3. Liga kaum oder gar nicht zum Zug gekommen waren. Im Vergleich zum Erstrundenspiel beim SV Dornach (5:1) gab es nur eine Änderung. Für Kristian Böhnlein rückte Nicholas Helmbrecht in die Startelf. Erstmals stand nach Verletzung Aaron Berzel wieder im Kader.

Spielverlauf: Die Löwen machten vom Anpfiff weg Druck, bestimmten das Geschehen. In der 9. Minute zappelte der Ball erstmals im Ergoldinger Tor. Nicholas Helmbrecht hatte abgelegt, Alessandro Abruscia nahm von der Strafraumkante Maß, traf mit einem Hammerschuss in den rechten oberen Winkel. Nach Eric Weegers Flanke von rechts kam Markus Ziereis zum Kopfball, brachte aber keinen Druck auf die Kugel, so dass Moritz Riedl im FCE-Tor das Spielgerät sicher aufnehmen konnte (19.). Kurz danach passte Ziereis nach rechts auf den gestarteten Stefan Lex, der kam bis zur Grundlinie, bediente Ziereis in der Mitte, dessen Schuss aus sieben Metern landete aber genau bei Torhüter Riedl (23.). Eine verunglückte Abwehr der Ergoldinger Hintermannschaft landete wenig später bei Lex. Der Erdinger hatte keine Mühe halbrechts aus acht Metern zum 2:0 zu vollenden (25.). Keine Minute später lag der Ball erneut im Netz. Abruscia hatte Efkan Bekiroglu bedient, der tauchte halbrechts frei vor Riedl auf, traf zum 3:0 (26.). Und wenig später fiel der dritte Treffer innerhalb von drei Minuten. Einen Kopfball von Nicholas Helmbrecht konnte die Defensive des Bezirksligisten nicht entscheidend klären, die Kugel kam zu Ziereis, der aus kurzer Distanz zum 4:0 für den Drittligisten traf (27.). Eine halbhohe Hereingabe von links durch Christian Köppel nahm Helmbrecht im Strafraum direkt, schoss aber genau auf den FCE-Keeper (34.). Nach einer Ecke von links durch Abruscia klatschte Riedl den Ball im Luftkampf nach vorne weg, Jan Mauersberger nahm die Kugel aus zwölf Metern direkt, hämmerte sie zum 5:0 unter die Latte (39.). Das war auch der Pausenstand.

Die Ergoldinger kamen in der 50. Minute erstmals gefährlich vors Tor von Marco Hiller. Im Anschluss an eine Ecke von rechts durch Patrick Hirschmüller köpfte Julius Drück aus neun Metern jedoch deutlich über die Querlatte. Auf der anderen Seite kam der eingewechselte Kristian Böhnlein nach Helmbrecht-Zuspiel im Zentrum aus 14 Metern frei zum Abschluss, hämmerte die Kugel aber übers FCE-Tor (54.). In der 60. Minute konnte sich Riedl bei einem Fernschuss von Böhnlein auszeichnen. Er wehrte den Ball zur Ecke ab. In der 63. Minute nutze Florentin Seferi ein verunglücktes Zuspiel in der Löwen-Hintermannschaft, knallte die Kugel aus halbrechter Position aus 14 Metern in den rechten Winkel. Drei Minuten später stellte Helmbrecht den alten Abstand wieder her. Lex hatte ihm den Ball in den Lauf gepasst, der linke Außenbahnspieler traf vom linken Torraumeck zum 6:1 (66.). Einen Helmbrecht-Schuss klärte in der 73. Minute Andreas Diewald auf der Linie. In der 80. Minute das 7:1. Eric Weeger legte quer, Ziereis ließ den Ball passieren, Bekiroglu traf aus 16 Metern ins untere Eck. Damit war der Mittelfeldspieler der einzige im Löwen-Team, dem an diesem Abend zwei Treffer gelangen. Die Sechzger stehen mit diesem Erfolg im Achtelfinale des Toto-Pokals, das am 4./5. September 2018 ausgetragen wird.

Günther Gorenzel, Vertreter von Daniel Bierofka als Cheftrainer, hatte in der 1. Halbzeit ein gutes Spiel seines Teams gesehen. „Wenn wir drei Tore mehr machen, wäre es ein sehr gutes gewesen. Wir haben die Räume so besetzt, wie wir uns das vorgenommen haben, und den Ball zirkulieren lassen.“ Nicht zufrieden war der 46-Jährige nach der Pause, als der Gegner auf ein 4-4-2-System umstellte. „Wir haben zu lange gebraucht, um unsere Struktur zu finden“, monierte Gorenzel. „Die Mannschaft muss das selbst erkennen, reifer werden und die Probleme selbst lösen“, fordert er. Dazu bemängelte er im zweiten Durchgang die Chancenverwertung. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch unser Spiel.“ Außerdem ärgerte er sich über das Gegentor. „Wir wollten zu Null spielen. Dem Gegentor ging ein individueller Fehler voraus, sowas passiert im Fußball.“

„Solche Spiele sind für das Selbstvertrauen wichtig“, erklärte Jan Mauersberger, der die Kapitänsbinde trug. „Gegenüber dem Pokalspiel gegen Dornach war es ein Fortschritt, gerade die erste halbe Stunde.“ Der Auftritt sei von der ersten Minute an konzentriert gewesen. „Die Einstellung hat gepasst. Wir haben in der 1. Halbzeit fünf schön herausgespielte Tore erzielt.“

STENOGRAMM, 2. Hauptrunde Toto-Pokal, 21.08.2018, 18.15 Uhr

FC Ergolding – 1860 München 1:7 (0:5)

FCE: 1 Riedl (Tor) – 17 Kloos, 4 Diewald, 14 Scheibenzuber, 3 Bauer, 5 Sigl – 6 Schnur, 7 Drück, 8 Schöttl, 11 Hirschmüller – 9 Konietzny.
Ersatz: 12 Schwägerl (Tor) – 2 Kolesnichenko, 10 Aimer, 13 Cessay, 15 Kulzer, 16 Seferi, 18 Durmisaj.

1860: 1 Hiller (Tor) – 2 Weeger, 6 Mauersberger, 27 Belkahia, 11 Köppel – 19 Abruscia, 8 Seferings – 7 Lex, 20 Bekiroglu, 23 Helmbrecht – 24 Ziereis.
Ersatz: 30 Hipper (Tor) –14 Dressel, 22 Berzel, 34 Böhnlein 41 Ekin, 44 Klassen.

Wechsel: Seferi für Konietzny (46.), Aimer für Schnur (57.), Durmisaj für Sigl (71.) – Böhnlein für Abruscia (46.), Berzel für Mauersberger (46.), Klassen für Belkahia (74).

Tore: 0:1 Abruscia (9.), 0:2 Lex (25.), 0:3 Bekiroglu (26.), 0:4 Ziereis (27.), 0:5 Mauersberger (39.), 1:5 Seferi (63.), 1:6 Helmbrecht (66.), 1:7 Bekiroglu (80.).
Gelbe Karten: –.
Zuschauer:
 2.100 im Sportpark Ergolding (ausverkauft).
Schiedsrichter: 
Jochen Gschwendtner; Assistenten: Philipp Eckerlein, Florian Garr.

Bildergalerie:   http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2178.htm


DFB-Pokal, 1. Hauptrunde, 19.08.2018, 18.30 Uhr

1860 München – Kieler SV Holstein 1:3 (1:0)

Trotz Führung: Löwen unterliegen Holstein Kiel 1:3.

Nico Karger brachte die Löwen nach einem mustergültigen Konter in der 7. Minute in Führung. Das Tor reichte dennoch nicht. 

Die Löwen unterlagen nach großem Kampf zweitligist Holstein Kiel am Ende deutlich mit 1:3. Dabei führten sie bis zur 74. Minute durch den Treffer von Nico Karger (7.). Dann traf Alexander Mühling per Doppelpack (74. und 83), Kingsley Schindler machte in der Endphase, als die Sechzger alles nach vorne warfen, den Deckel drauf (88.).

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im Pokal gegen Kiel auf Jan Mauersberger (Gelb-Rot-Sperre), Aaron Berzel (Trainingsrückstand), Noel Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss) und Kodjovi Koussou (Aufbautraining) verzichten. Nicht im 18er-Kader standen diesmal Stefan Lex, Simon Seferings, Christian Köppel, Efkan Bekiroglu, Ugur Türk und Nicholas Helmbrecht. Dennis Dressel und Leon Klassen hatten tags zuvor in der U21 gespielt. Gegenüber der Startelf beim letzten Heimspiel gegen den KFC Uerdingen gab’s eine Änderung: Für Sascha Mölders rückte Nico Karger ins Team.

STIMMEN Bierofka: „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen.“

Spielverlauf: Die Löwen überließen den Störchen die Spielgestaltung, suchten ihr Heil in schnellem Umschaltspiel. Bereits in der 7. Minute hatten sie damit Erfolg. Quirin Moll spielte aus der eigenen Hälfte in den Lauf von Nico Karger, der hatte nur noch Dominik Schmidt vor sich. Diesen übersprintete der 25-Jährige, schob anschließend die Kugel Kenneth Kronholm zum 1:0 durch die Beine (7.). Erstmals gefährlich wurde es in der 11. Minute vorm Sechzger-Tor. Kingsley Schindler flankte von rechts an den zweiten Pfosten, wo Jae Sung Lee zum Kopfball kam, aber nur den Rücken von Herbert Paul traf. Glück hatten die Sechzger wenig später, als der Südkoreaner Lee nach Pass von der linken Seite aus zwölf Metern frei zum Abschluss kam, aber Simon Lorenz den Schuss gerade noch blocken konnte (19.). In der 27. Minute jubelten die Löwen. Phillipp Steinhart passte von der linken Grundlinie in die Mitte, Marius Willsch am kurzen Eck traf volley ins Holstein-Tor, doch Schiedsrichter Sascha Stegemann hatte den Ball zuvor im Tor-Aus gesehen, gab den Treffer nicht. Nach einer Hereingabe von rechts durch Schindler kam Janni Luca Serra am Torraum gegen Lorenz zum Abschluss, traf aber aus spitzem Winkel nur das Außennetz (41.). Serra war es auch eine Minute später, der im Anschluss an einen Eckball, bei dem die Löwen nicht den Ball klären konnten, aus fünf Metern unbedrängt hochstieg, aber am leeren Tor vorbeiköpfte (42.). Somit blieb es bei der knappen 1:0-Führung zur Pause.

Die PK nach dem Spiel auf facebook

Direkt nach Wiederanpfiff versuchte es Schindler von der Grundlinie mit einer Volley-Hereingabe, doch Felix Weber klärte vor Serra im Fünfmeterraum (46.). Kiel machte mächtig Druck. Vor allem über Schindler auf der rechten Seite. Vier Minuten später war es Lorenz, der vor Serra eine Hereingabe des Kieler Rechtsaußen wegfischte (50.). In der 54. Minute brachte Johan van den Bergh ein Zuspiel – zum Glück für die Löwen – aus neun Metern als Direktabnahme in halblinker Position nicht aufs Tor. Auf der anderen Seite passte Willsch von rechts scharf in die Mitte, Karger am zweiten Pfosten kam aber einen Schritt zu spät (55.). nach einem Freistoß von Daniel Wein aus dem linken Halbfeld kam Lorenz zum Kopfball, setzte aus acht Metern die Kugel jedoch deutlich über den KSV-Kasten (65.). Auf der anderen Seite klärte Weber gerade noch einen Schuss des eingewechselten Mathias Honsak von der Strafraumkante per Grätsche zur Ecke (66.). Bei einem Konter der Löwen hatten die Störche Glück, als der letzte Mann Schmidt, den Adriano Grimaldi bereits ausgespielt hatte, im Stolpern auf den Ball fiel, so die Chance des 1860-Angreifers ungewollt vereitelte (68.). Direkt danach machte der entkräftete Deutsch-Italiener Platz für Sascha Mölders (69.). Ein Zuspiel von Karger nahm Mölders aus der Drehung, doch Haucke Wahl konnte den Schuss aus acht Metern blocken (73.). Das Tor fiel wenige Sekunden später auf der andedren Seite. Der eingewechselte Aaron Seydel hatte von links zurück an den Elfmeterpunkt geflankt, dort kam Alexander Mühling frei zum Schuss, versenkte die Kugel unhaltbar für Marco Hiller zum 1:1 (74.). Mühling war auch kurz danach Nutznießer von einem Fehlpass in der 1860-Hintermannschaft, setzte die Kugel aber aus neun Metern ans linke Außennetz (76.). Karger kam im Anschluss an eine Ecke im Zentrum zum Abschluss. Der schwer zu nehmende Ball ging aus 17 Metern aber knapp über die Querlatte (78.). Eine abgefälschte Flanke fiel Lee vor die Füße, Lorenz konnte aber zur Ecke klären (82.). Im Anschluss an diese landete der Ball bei Mühling, der aus dem rechten Rückraum aus 23 Metern zum Schuss kam und genau ins linke obere Eck zum 2:1 traf (83.). Ein 21-Meter-Schuss von Karger ging in der 85. Minute haarscharf über den Querbalken. Kurz danach eine Riesenkonterchance für die Löwen, aber Markus Ziereis legte quer anstatt aufs Tor zu gehen, Karger kam nicht an das Zuspiel (86.). Kurz danach machte Schindler alles klar, als er aus halbrechter Position aus 13 Metern zum 3:1 ins lange Eck traf (88.). So blieb es auch bis zum Abpfiff.

STENOGRAMM, DFB-Pokal, 1. Hauptrunde, 19.08.2018, 18.30 Uhr

1860 München – Kieler SV Holstein 1:3 (1:0)

1860: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 32 Lorenz, 36 Steinhart – 5 Moll – 25 Willsch, 17 Wein –18 Karger, 16 Kindsvater – 10 Grimaldi.
Ersatz: 39 Bonmann (Tor) – 2 Weeger, 9 Mölders, 19 Abruscia, 24 Ziereis, 27 Belkahia, 34 Böhnlein.

KSV: 18 Kronholm (Tor) – 20 Dehm, 3 Schmidt, 24 Wahl, 15 van den Bergh – 8 Mühling, 26 Meffert – 27 Schindler, 6 Kinsombi, 7 Lee – 23 Serra.
Ersatz: 35 Reimann (Tor) – 5 Thesker, 9 Honsak, 10 Mörschel, 14 Seydel, 17 Lewerenz, 19 Herrmann.

Wechsel: Böhnlein für Willsch (64.), Mölders für Grimaldi (69.), Ziereis für Kindsvater (84.) – Honsak für van den Bergh (61.), Seydel für Kinsombi (71.), Lewerenz für Meffert (89.).

Tore: 1:0 Karger (7.), 1:1 Mühling (74.), 1:2 Mühling (83.), 1:3 Schindler (88.).
Gelbe Karten: –.
Zuschauer:
 14.200 im Grünwalder Stadion.
Schiedsrichter: 
Sascha Stegemann (Niederkassel); Assistenten: Mike Pickel (Mendig), Markus Schüller (Korschenbroich); Vierter Offizieller: Nicolas Winter (Freckenfeld).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2177.htm


1. Hauptrunde Toto-Pokal, 15.08.2018, 18.30 Uhr

SV Dornach – 1860 München 1:5 (0:3)

Toto-Pokal: 5:1 gegen Dornach – Ziereis mit Viererpack.

Vier Mal traf Markus Ziereis (li.), einmal Efkan Bekiroglu (re.) beim 5:1-Sieg über den SV Dornach. 
 
Die Löwen zogen durch einen 5:1-Erfolg über den SV Dornach in die 2. Runde des Bayerischen Toto-Pokals ein. In der ersten halben Stunde tat sich der Drittligist schwer, dann brach Markus Ziereis mit einem Doppelpack den Bann (36. und 41.). Efkan Bekiroglu traf vor der Pause zum 3:0 (42.). Ziereis, der auch noch einen Elfmeter verschoss, ließ zwei weitere Treffer folgen (57. und 73.). Zwischendurch gelang Alexander Mrowczynski der Ehrentreffer für die tapfer kämpfenden Gastgeber (64.).

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka gab in der 1. Hauptrunde des Toto-Pokals den Spielern Spielpraxis, die im bisherigen Saisonverlauf kaum oder gar nicht zum Zug gekommen waren. Trotzdem stand Mannschaft auf dem Platz, die in der Regionalliga um die Meisterschaft mitspielen könnte.

Spielverlauf: Die erste Chance des Spiels hatten die Löwen. Alessandro Abruscia hob den Ball von rechts nach innen, Markus Ziereis kam zum Kopfball, setzte die Kugel aber über den Querbalken (7.). Doch der Bezirksligist hatte auch seine Möglichkeit, die Führung zu erzielen. Soheili Noah ging an der linken Grundlinie entlang, legte scharf in die Mitte, doch Jan Mauersberger konnte vor dem einschussbereiten Stefan Huber gerade noch klären (14.). Huber war es auch, der in der 22. Minute mit einem 23-Meter-Schuss nur knapp über das Tor von Marco Hiller zielte. Erst nach einer knappen halben Stunde hatte der Drittligist die Gastgeber besser im Griff. Ein 20-Meter-Schuss von Simon Seferings senkte sich als Bogenlampe über Dominik Bertic hinweg. Die Kugel klatschte an die Latte, Ziereis verpasste die Nachschussmöglichkeit (29.). Vier Minuten später war es Efkan Bekirogulu, der ebenfalls an der Unterkante der Latte scheiterte. Den aufspringenden Ball bekam Bertic zu fassen (33.). In der 36. Minute zappelte die Kugel dann endlich im Dornacher Netz. Bekiroglu hatte eine Hereingabe von rechts durch Abruscia auf Ziereis abgelegt, der schob zum 1:0 ins linke untere Eck ein. Ziereis war es auch, der einen vom Fuß springenden Ball von Bekiroglu aus zehn Metern in der 41. Minute zum 2:0 einnetzte. Kurz vor der Pause war es Bekiroglu selbst, der nach einer Rechtsflanke von Abruscia per Kopf zum 3:0 traf (42.). Damit stimmte zumindest das Ergebnis zur Pause.

Bekiroglu kam in der 54. Minute an der Strafraumgrenze halbrechts zum Schuss, aber sein Abschluss war zu schwach, um Jakob Krütten, der in der Pause für Bertic eingewechselt wurde, vor ernsthafte Probleme zu stellen. Drei Minuten später erzielte Ziereis seinen dritten Treffer. Christian Köppel hatte Stefan Lex auf der linken Seite angespielt, der flankte mit viel Gefühl auf den Torjäger, der völlig frei am zweiten Pfosten aus sieben Metern zum 4:0 einköpfte (57.). Mit einem Sonntagsschuss erzielte Alexander Mrowczynski das Ehrentor für den Bezirksligisten. Aus halblinker Position hielt er aus 26 Metern einfach drauf, traf über Hiller hinweg zum 1:4 ins rechte Tordreieck (64.). Die nächste Chance hatten ebenfalls die Gastgeber. Felix Patenfelder kam halblinks zum Abschluss, traf aber nur das Außennetz (66.). Das Heimpublikum ist euphorisiert! Seferings tauchte in der 69. Minute frei vor Krütten auf, sein Schuss kam aber zu zentral, so dass der Keeper den Ball wegfausten konnte. Fünf Minuten später war es erneut Ziereis, der ein Abruscia-Zuspiel mit Treffer Nummer vier zum 5:1 verwertete (74.). Nach einem Foul an Ziereis entschied Christian Dietz auf Elfmeter (80.). Der Gefoulte lief selbst an, scheiterte aber an Krütten, der die Ecke geahnt hatte (81.). So blieb es beim Vier-Tore-Vorsprung bis zum Abpfiff. Die Löwen zogen damit in die nächste Runde des Toto-Pokals ein.

„Gewonnen und fertig. Wir sind in der nächsten Runde“, lautete das Fazit von Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka. „Man muss ehrlich sagen, dass wir in der Besetzung lange nicht zusammengespielt haben“, kommentierte der 39-Jährige „die Dinge, die nicht so geklappt haben. Aber nach einer halben Stunde war es besser, dann war es in Ordnung. Hinten raus musst du dann mehr Tore machen. Ich weiß nicht, wie oft wir den Torwart angeschossen haben“, ärgerte sich Bierofka über die Ausbeute seines Teams. Einen nahm er von der Kritik aus: Vierfach-Torschütze Markus Ziereis. „Er ist natürlich für solche Spiele geboren“, meinte sein Trainer. „Zier ist ein Torjäger, ich habe es nicht anders erwartet.“ Auch Alessandro Abruscia bekam ein Extralob. „Er war sehr aktiv. Der Rest hat sich mehr oder weniger ins Spiel reingebissen.“ Das Gegentor dagegen sei zu verschmerzen. „So etwas ist schwer zu verteidigen. Er trifft den Ball optimal, genau in den Winkel rein. In solchen Spielen kommt es manchmal vor.“ Da bereits nächste Woche die 2. Runde im Toto-Pokal ansteht, kündigt Bierofka eine ähnliche Formation wie gegen Dornach an.

„Wichtig war, dass wir gewonnen haben“, erklärte vierfach Torschütze Markus Ziereis. „Für mich persönlich bringt das natürlich Selbstvertrauen. Damit konnte ich mich anbieten.“ Der verschossene Elfmeter wurmte den Torjäger. „Ich habe mich kurzfristig für die andere Eck entschieden, ja mei“, konnte der 26-Jährige den Fehlschuss verkraften. Auch ihm fiel auf, dass sich die Mannschaft in der Anfangsphase schwer tat. „Wir haben zunächst wenige Chancen herausgespielt. Daran müssen wir arbeiten, damit wir von Beginn an gleich da sind.“ Der Stürmer gab offen zu, dass er mit seiner Situation in den letzten Wochen nicht glücklich ist. „Das ist bei jedem Spieler so, wenn er nicht zum Zuge kommt. Ich versuche, wenn ich die Chance bekomme, mich anzubieten. Und da sind vier Tore für ein Stürmer nicht schlecht!“ Mit Wechselabsichten jedenfalls beschäftigt sich Ziereis nicht. „Ich will mich durchsetzen“, lautet seine Kampfansage. „Ich fühle mich hier richtig wohl, werde mich reinbeißen und Gas geben.“

STENOGRAMM, 1. Hauptrunde Toto-Pokal, 15.08.2018, 18.30 Uhr

SV Dornach – 1860 München 1:5 (0:3)

SVD: 1 Bertic (Tor) – 2 Bornkessel, 3 Hornof, 20 Hanusch, 4 Merdzanic – 7 Partenfelder, 10 Kirmeyer, 15 Mosig, 17 Mrowczynski, 18 Soheili – 11 Huber.
Ersatz: 23 Krütten (Tor) – 16 Riederer, 19 Wagatha, 21 Fink, 25 Carr.

1860: 1 Hiller (Tor) – 2 Weeger, 6 Mauersberger, 27 Belkahia, 11 Köppel – 8 Seferings, 34 Böhnlein – 19 Abruscia, 20 Bekiroglu, 7 Lex – 24 Ziereis.
Ersatz: 30 Hipper (Tor) – 13 Siebdrat, 14 Dressel, 23 Helmbrecht, 41 Ekin, 44 Klassen.

Wechsel: Wagatha für Huber (35.), Krütten für Bertic (46.), Riederer für Merdzanic (70.) – Helmbrecht für Bekiroglu (63.), Klassen für Weeger (74.), Dressel für Mauersberger (79.).

Tore: 0:1 Ziereis (36.), 0:2 Ziereis (41.), 0:3 Bekiroglu (42.), 0:4 Ziereis (57.), 1:4 Mrowczynski (64.), 1:5 Ziereis (73.).
Gelbe Karten: Wagatha –.
Zuschauer:
 1.700 im Sportpark Heimstetten.
Schiedsrichter: 
Christian Dietz; Assistenten: Johannes Huber, Thomas Wagner.

Bildergalerie:   http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2176.htm


Testspiel 21.07.2018, 17 Uhr

VfR Garching – 1860 München 1:5 (1:4)
 

Löwen besiegen Garching 5:1 – Bekiroglu trifft drei Mal.

Efkan Bekiroglu schnürte gegen Garching einen Dreierpack. 
 
Die Löwen gewannen auch ihr letztes Testspiel mit 5:1 beim VfR Garching , blieben somit in der kompletten Vorbereitung ungeschlagen. Dennis Niebauer hatte den Regionalligisten in Führung gebracht (10.). Danach trafen nur noch die Sechzger: Drei Mal Efkan Bekiroglu (12., 25. und 56.), Markus Ziereis (24.) und Alessandro Abruscia (30.).

Den ersten Warnschuss des Spiels gab Benjamin Kindsvater ab. Nach einer abgewehrten Ecke kam der Flügelspieler in zentraler Position aus 25 Metern zum Abschluss, setzte die Kugel aber über den Querbalken (5.). Überraschend gingen die Gastgeber in Führung. Von der linken Strafraumkante hatte Dennis Niebauer mit rechts abgezogen, traf ins lange Eck zum 1:0 (10.). Lange hielt die Freude darüber nicht an. Kindsvater hatte fast im Gegenzug von links geflankt, Marius Willsch scheiterte mit seinem Abschluss zunächst an Torhüter Joey Brenner, aber Efkan Bekiroglu war zur Stelle, staubte zum 1:1 ab (12.). In der 20. Minute scheiterte Christian Köppel nach Flanke von Kristian Böhnlein mit seinem Neun-Meter-Schuss aus halblinker Position an Keeper Brenner. Vier Minuten später schlossen die Löwen einen Konter zur Führung ab. Kindsvater hatte flach von links geflankt, der Ball rutschte bis zu Ziereis durch, der aus vier Metern nur noch den Fuß hinhalten musste und zum 2:1 einschob (24.). Eine Minute später das 3:1. Kindsvater hatte auf Bekiroglu durchgesteckt, der behielt die Nerven, überwand Brenner von der Strafraumkante (25.). In der 30. Minute erhöhte Alessandro Abruscia auf 4:1. Christian Köppel hatte den Ball zurückgepasst, der Schwabe nahm aus 20 Metern Maß, setzte die Kugel über dem verdutzten Keeper hinweg genau unter die Latte. In der letzten Viertelstunde vor der Halbzeit passierte nicht mehr viel. Ein Fernschuss von Mathew Durrans, bei dem Marco Hiller nicht eingreifen musste, sorgte für Gefahr fürs 1860-Tor (43.). Auf der anderen Seite lief Willsch alleine auf Brenner zu, scheiterte aber am VfR-Keeper. So nahmen die Sechzger den Drei-Tore-Vorsprung mit in die Pause.

Simon Seferings kam für Böhnlein im zweiten Durchgang, später noch Nicholas Helmbrecht. Damit kamen im Test gestern gegen Sandhausen (2:1) und heute gegen Garching alle fitten Feldspieler zum Einsatz. Einen schönen Konter über Abruscia und Kindsvater schloss Bekiroglu mit einem 16-Meter-Schuss ins linke untere Eck zum 5:1 ab (56.). In der 67. Minute dribbelte sich Eric Weeger von rechts durch die Garchinger Abwehr, bediente Abruscia, der mit seinem 14-Meter-Schuss am eingewechselten Maximilian Engl scheiterte. Jener Engl, der die Löwen vergangenen Sommer Richtung Drittligisten Rot-Weiß Erfurt verließ. Ziereis scheiterte in der 72. Minute mit einem Schlenzer am rechten Pfosten. Der kurz zuvor eingewechselte Nicholas Helmbrecht schob fünf Minuten später freistehend vor Engl am rechten Pfosten vorbei (77.). Nach Hereingabe von rechts durch Willsch versäumte es Bekiroglu freistehend am Torraum seinen vierten Treffer zu erzielen (81.). In der 83. Minute musste sich Hiller bei einem 17-Meter-Schuss von Elias Kollmannn strecken, wehrte den Ball zur Seite ab. Ansonsten hatte der Keeper im zweiten Durchgang wenig zu tun. Es blieb beim 5:1. Damit beendeten die Löwen die Vorbereitungshase, starten kommenden Samstag am Betzenberg in ihre erste Drittliga-Saison.

Interimscoach und Sportlicher Leiter, Günther Gorenzel, zeigte sich nur bedingt zufrieden. „Wir verlangen taktisch sehr, sehr viel. Im Detail haben wir noch Luft nach oben. Die Spieler müssen lernen, aus der Struktur heraus ihre Aufgaben genau zu erfüllen“, lautete sein Fazit. Als ärgerlich empfand der 46-Jährige das Gegentor. „Außerdem müssen wir in der 2. Halbzeit zwei, drei Tore mehr machen. In der 3. Liga bekommst du nicht so viele Chancen. Deswegen müssen wir sie besser nutzen.“ Mittlerweile, so der Österreicher, verfüge man über 20 Spieler, „die in guter Verfassung sind. Wir haben die Qual der Wahl.“ Bereits nach dem Sandhausen-Spiel hatte Gorenzel gesagt, dass noch keine endgültige Entscheidung über die Stammplätze gefallen sei. „In dieser Meinung sehe ich mich nach diesem Spiel bestätigt.“ Gorenzel wagte zum Abschluss einen Ausblick auf den Saisonauftakt am Betzenberg: „Ich erwarte ein sehr starkes und engagiertes Lautern. Wir müssen uns in den ersten 20, 30 Minuten auf ein Feuerwerk einstellen. Es wird sicher eine geile Partie zweier Traditionsvereine.“

Dreifach Torschütze Efkan Bekiroglu verkniff sich eine Forderung nach einem Stammplatz. „Das muss der Trainer entscheiden. Das waren heute keine schwierigen Tore. Alle drei waren super von Benji vorbereitetet“, lobte er seinen Kollegen Benjamin Kindsvater. „Das war das erste Mal über 90 Minuten. Am Schluss haben etwas die Körner gefehlt.“ Trotzdem fühle er sich nach der Vorbereitung gut. „Es hat Spaß gemacht“, sagte er ohne Ironie. Insgeheim macht sich der 22-Jährige Hoffnung, dass er vielleicht schon am Betzenberg zum Einsatz kommen könnte, wenn Trainer Daniel Bierofka nur mit einer Spitze spielen lässt. „Wenn einer der Großen vorne spielt, dann kann ich um ihn herum spielen. Wir haben viele unterschiedliche Spielertypen und sind deshalb sehr variabel.“

STENOGRAMM, Testspiel 21.07.2018, 17 Uhr

VfR Garching – 1860 München 1:5 (1:4)

VfR: 24 Brenner (Tor) – 19 Kelmendi, 5 Hercog, 16 Pflügler 11 Salassidis - 15 Suck, 2 Durrans 17 M. Niebauer, -– 21 Zettl, 10 D. Niebauer, 4 Alder da Silva.
Ersatz: 1 Engl (Tor) – 7 Kollmann, 8 Tugbay,12 Weicker, 20 Zimmerschied, 23 Kova, 25 Genkinger.

1860: 1 Hiller (Tor) – 2 Weeger, 27 Belkahia, 6 Mauersberger, 11 Köppel – 19 Abruscia, 34 Böhnlein – 25 Willsch, 20 Bekiroglu, 16 Kindsvater – 24 Ziereis.
Ersatz: 39 Bonmann (Tor) – 4 Weber, 8 Seferings, 23 Helmbrecht, 32 Lorenz.

Wechsel: Engl für Brenner (46.), Zimmerschied für D. Niebauer (46.), Genkinger für Pflügler (46.), Weicker für Kelmendi (46.), Kollmann für M. Niebauer (46.), Kovac für Zettl (49.)– Seferings für Böhnlein (46.), Helmbrecht für Kindsvater (73.).

Tore: 1:0 D. Niebauer (10.), 1:1 Bekiroglu (12.), 1:2 Ziereis (24.), 1:3 Bekiroglu (25.), 1:4 Abruscia (30.), 1:5 Bekiroglu (56.).
Gelbe Karten:  –.
Zuschauer: 1.200 Garmin Stadion am See.
Schiedsrichter: Florian Böhm; Assistenten: Florian Reitmair, Anes Hadziabdic.


Testspiel 20.07.2018, 18.30 Uhr

1860 München – SV Sandhausen 1916 2:1 (1:1)
 

Löwen drehen gegen Sandhausen Spiel und siegen 2:1.

Adriano Grimaldi glich mit dem Pausenpfiff die Führung des SV Sandhausen aus. 
 
Die Löwen sind weiterhin in der Vorbereitung ungeschlagen, besiegten Zweitligist SV Sandhausen bei ihrer Generalprobe mit 2:1. Selbst der frühe Rückstand von Erik Zenga (14.) brachte die Sechzger nicht aus dem Konzept. Zwei Treffer nach Standards drehten die Partie. Erst traf Adriano Grimaldi mit dem Pausenpfiff zum Ausgleich, dann war es Herbert Paul, er ebenfalls per Kopf traf (52.).

In der 14. Minute mit der ersten gefährlichen Torszene des Spiels die Führung für Sandhausen. Eine Ecke von rechts durch Felix Müller wurde zum Flankengeber abgewehrt, seine erneute Hereingabe landete am langen Pfosten. Irgendwie landete die Kugel bei Erik Zenga. Er nahm den Ball halbrechts aus zehn Metern per Drehschuss volley aus der Luft und traf zum 1:0. Auf der anderen Seite wurde es ebenfalls nach einer Ecke erstmals gefährlich. Die Flanke von rechts durch Daniel Wein verpasste erst Adriano Grimaldi mit dem Kopf am Torraum, dann der dahinter lauernde Sascha Mölders mit dem Fuß (22.). Nach einem weiten Abschlag von Hendrik Bonmann ging Mölders im Strafraum mit seinem Gegenspieler Aleksandr Zhirov ins Eins-gegen-Eins, blieb aber hängen (34.). Kurz danach lenkte Bonmann einen Schuss aus zehn Metern von Fabian Schleusener mit einer tollen Parade gerade noch über die Querlatte (35.). Im Anschluss an ein vielversprechendes Solo rutschte Grimaldi bei der Flanke auf den mitgelaufenen Mölders der Ball über den Spann. Sandhausen konnte zur Ecke klären. Die flankte Phillipp Steinhart von links an den Torraum, Grimaldi war mit dem Kopf zur Stelle, wuchtete die Kugel zum 1:1 unter die Latte (45.).

Ohne Wechsel ging’s für die Löwen in die 2. Halbzeit. Und nach einer Freistoßflanke von Daniel Wein aus dem linken Halbfeld gelang dem einlaufenden Herbert Paul per Kopfball der 2:1-Führungstreffer (52.). Wieder war es eine Standardsituation! Die Sechzger, die verspätet durch Bauarbeiten und Stau auf der A96 nach Ottobeuren kamen, zeigten sich jetzt hellwach, dominierten die Partie. An einen weiten Einwurf von Steinhart, den die Kurpfälzer nicht klären konnte, verpasste Mölders ins der 71. Minute nur knapp. Ansonsten stand die Löwen-Defensive. Daran änderte auch die Hereinnahme von Rurik Gislason, isländischer WM-Stürmer, nichts. Auch zwei Eckbälle der Sandhäuser in der 80. und 81. Minute brachten keine große Gefahr. Einmal musste Bonmann eingreifen, der zweite Versuch landete weit über dem Kasten des Löwen-Keepers. Ohne große Probleme brachten die Sechzger das 2:1 über die Zeit, blieben damit in der Vorbereitung weiterhin ungeschlagen.

Torschütze Adriano Grimaldi sprach von einem „gelungenen Test gegen eine gute Mannschaft. Wir kamen schwer rein, haben aber nach dem ärgerlichen Gegentor ins Spiel zurückgefunden. Bis auf die eine Situation haben wir gut verteidigt“, fand der 28-Jährige. „Wichtig war das 1:1 kurz vor der Pause nach einem Standard. Das ist unsere Stärke. Mit unseren großen Spielern sollten wir das auch ausnutzen“, so seine Empfehlung. „Gut war, dass wir direkt nach der Pause das 2:1 – wieder nach einem Standard – nachgelegt haben. Die Bälle waren gut getreten.“ Der Deutsch-Italiener sprach von einem Test, „auf den wir aufbauen können“. Sein Tor wollte Grimaldi nicht überbewerten, „aber als Stürmer ist es immer gut zu treffen oder einen Assist zu geben.“

„Es war ein sehr guter Test für uns, weil der Gegner sehr variabel gespielt hat“, so das Fazit von Günther Gorenzel, Sportlicher Leiter und Interimscoach. „Das ist die Zukunft des Fußballs, so wird in der Bundesliga gespielt.“ Der Gegner habe drei verschiedene Systeme präsentiert. „Begonnen hat er im 5-3-2. Wir hatten in den ersten zehn Minuten mit dem Zugriff Probleme. Als wir den bekommen haben, hat Sandhausen auf 5-2-3 umgestellt. In den letzten 20 Minuten haben sie dann 4-3-2-1 gespielt. Für uns war das heute ein hoher Lerneffekt, weil wir schnell reagieren mussten.“ Der 46-Jährige lobte den guten Zugriff seines Teams über weite Strecken des Spiels, monierte aber in der Anfangsphase viele leichte Ballverluste. „Das ist aber auch auf die hektische Anreise zurückzuführen“, nahm er die Spieler in Schutz. „Wir konnten uns nicht in Ruhe vorbereiten.“ In der Summer, so betonte Gorenzel, „war es ein absolut zufriedenstellender Test. Die Jungs haben ihre Leistung bestätigt.“ Trotzdem stellte der Österreicher klar, dass das nicht die Mannschaft gewesen sein muss, „die beim Auftakt am Betze aufläuft. Auf einigen Positionen ist es noch absolut offen. Ich möchte nicht in Daniels Haut stecken, der am nächsten Mittwoch, spätestens am Donnerstag sehr, sehr harte Entscheidungen treffen muss.“

STENOGRAMM, Testspiel 20.07.2018, 18.30 Uhr

1860 München – SV Sandhausen 1916 2:1 (1:1)

1860: 39 Bonmann (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 32 Lorenz, 36 Steinhart – 17 Wein, 5 Moll – 7 Lex, 10 Grimaldi, 18 Karger – 9 Mölders.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 2 Weeger, 16 Kindsvater, 27 Belkahia, 34 Böhnlein.

SVS: 29 Lomb (Tor) –24 Klingmann, 4 Verlaat, 23 Karl, 2 Zhirov, 25 Müller – 8 Gouaida, 6 Linsmayer, 17 Zenga –11 Schleusener, 28 Förster.
Ersatz: 1 Schuhen (Tor) - 3 Rossipal, 5 Seegert, 9 Gislason, 12 Hansch, 14 Kister, 16 Behrens, 19 Paqarada, 20 Taffertshofer, 21 Guédé, 27 Jansen, 31 Kulovits, 33 Wulle, 36 Gipson.

Wechsel: – Seegert für Verlaat (46.), Taffertshofer für Karl (46.), Förster für Behrens (46.), Kister für Zhirov (60.), Rossipal für Linsmayer (60.), Jansen für Gouaida (60.), Gislason für Schleusener (60.), Guédé für Zenga (60.), Gipson für Klingmann (60.), Hansch für Müller (60.).

Tor: 0:1 Zenga (14.), 1:1 Grimaldi (45.), 2:1 Paul (52.).
Gelbe Karten:  – Guédé.
Zuschauer: 800 im Galgenberg-Stadion in Ottobeuren.
Schiedsrichter: Tobias Schultes.'

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2170.htm


Testspiel 14.07.2018, 18 Uhr

1860 München – Basaksehir FK Istanbul 0:0
 

Löwen weiter ungeschlagen: 0:0 gegen Basaksehir Istanbul.

Nico Karger und die Löwen waren in der 1. Halbzeit überlegen, mehr als ein Lattentreffer von Markus Ziereis (li.) sprang nicht heraus. 
 
Die Löwen konnten einen weiteren Achtungserfolg gegen einen Europa-League-Starter verbuchen. Beim 0:0 gegen Basaksehir FK Istanbul waren sie gerade vor der Pause das dominante Team, aber mehr als ein Lattentreffer von Markus Ziereis sprang aber nicht heraus (37.). Somit blieben die Sechzger auch zum Abschluss des Trainingslagers in Kössen ungeschlagen.

Im Test gegen die Türken musste Daniel Bierofka verletzungsbedingt auf Nono Koussou und Noel Niemann sowie auf dem im Aufbau befindlichen Nicholas Helmbrecht verzichten. Nicht zum Einsatz kamen Benjamin Kindsvater, Aaron Berzel, Hendrik Bonmann und Johann Hipper. Leon Klassen, Ugur Türk und Dennis Dressel hatten tags zuvor in der U21 gespielt.

Erstmals wurde es in der 7. Minute gefährlich fürs Löwen-Tor. Denn Riad Bajic wäre beinahe an einen verunglückten Distanzschuss kurz vorm Fünfmeterraum herangekommen. Ansonsten standen beide Defensiv-Abteilungen gut, gaben dem Gegner wenig Raum zur Entfaltung. Vier Minuten später die erste Chance für die Sechzger. Eric Weeger hatte Stefan Lex auf der rechten Seite steil geschickt. Der brachte an der Grundlinie den Ball außen am Torwart vorbei nach innen, aber ein Verteidiger der Türken klärte vor Sascha Mölders am kurzen Pfosten zur Ecke (11.). Nach schnellem Umschaltspiel legte Markus Ziereis in zentraler Position nach links auf Nico Karger ab, der ging mit Tempo in den Strafraum, traf aber mit seinem zehn-Meter-Schuss nur das Außennetz (14.). Wieder war es ein schneller Angriff über links der Basaksehir in Nöte brachte. Karger legte zurück an die Strafraumgrenze, wo Stefan Lex aus 18 Meter zum Schuss kam, doch Mert Günok konnte per Faustabwehr klären (17.). Im Gegenzug blieb Marco Hiller gegen den 10-Millionen-Euro-Mann Edin Visca Sieger. Der Löwen-Keeper lenkte den 16-Meter-Schuss des Bosniers um den Pfosten (19.). Mölders versuchte es in der 28. Minute mit einem Drehschuss nach einem Einwurf von Weeger, hätte den Torwart damit überrascht, doch der Ball flog einen Meter übers lange Eck. Nach einer Ecke von Phillipp Steinhart schoss Felix Weber aus 15 Metern aufs Tor. Die Kugel kam aber zu zentral, sodass sie Günok problemlos aufnehmen konnte (31.). Und wieder schalteten die Löwen in der 32. Minute schnell um. Ziereis bediente Mölders auf halblinks. Der nahm das Zuspiel direkt volley mit vollem Risiko, zielte aber weit über den Kasten. Nach Weeger-Flanke von rechts kam Ziereis in der 36. Minute zum Kopfball, traf aus fünf Metern die Unterkante der Latte, von wo der Ball nach vorne wegsprang. Da für die Türken kein durchkommen war, versuchte es kurz vor der Pause Jose Marcio da Coasta mit einem Schuss aus 25 Metern. Der Ball strich nur knapp über den Querbalken (44.). Damit blieb es torlos zur Pause.

Bis auf Torhüter Marco Hiller wechselte Löwen-Coach Daniel Bierofka komplett durch. Sein türkischer Kollege Abdullah Avci schickte ebenfalls eine andere Elf aufs Feld. Alessandro Abruscia, Siegtorschütze gegen Ufa, versuchte es in der 47. Minute mit einem Weitschuss, zielte aber aus 25 Metern knapp übers Tor. Nach einer Hereingabe von rechts kam Ugur Ucar aus zwölf Metern zum Abschluss. Sein Schuss kam aber genau auf Hiller, der damit keine Probleme hatte (53.). Danach passierte lange nichts vor den beiden Toren. Bis zur 74. Minute, als Simon Seferings aus 24 Metern abzog, aber den Schuss etwas zu hoch ansetzte. Zwei Mal konnten die Türken kurz hintereinander nur auf Kosten einer Ecke klären (76. und 77.). Aber beide Löwen-Standards brachten keine Gefahr. So blieb es beim 0:0. Ein weiterer Erfolg für die Sechzger gegen einen Europa-League-Teilnehmer!

Löwen-Chefcoach Daniel Bierofka lobte vor allem seine Defensive. „Heute haben wir so gut wie gar nichts zugelassen. Ein paar Weitschüsse – mehr war da nicht. Nach vorne hätten wir in der 1. Halbzeit zwei Tore machen müssen. Gerade der Kopfball von Zier an die Latte. Aber ich kann ihm kein Vorwurf machen. In der einen oder anderen Situation hätten wir besser abschließen können.“ Sein Resümee des Trainingslagers in Kössen fiel äußerst positiv aus. „Im Allgemeinen waren es fünf gute Tage. Wir haben kein Gegentor gegen zwei gute Mannschaften kassiert. Und die Chancen nach vorne kriegen wir irgendwann auch noch hin!“ Es sei positiv, dass sich das Team die Möglichkeiten erspiele. Nur mit dem Abschluss hapere es noch. Auffällig auch: die verbesserte Spieleröffnung. „Wir haben jetzt die Qualität, dass wir hinten raus spielen können. Das müssen wir situativ entscheiden. Es gibt sicher auch mal Spiele, wo wir das Pressing des Gegners mit einem weiten Ball in die Spitze überspielen müssen. Aber wenn es geht, probieren wir es spielerisch.“

Nach der Partie fuhr das Team gemeinsam zum Hüttenabend, am Sonntagmorgen ist dann nochmals Training in Kössen, danach geht es zurück nach München. Der Montag ist dann frei. Nicht jedoch für den Trainer: „Ich fahr‘ jetzt nach München, muss morgen Früh um 5.35 Uhr nach Frankfurt weiter. Ich verlasse aber das Team mit einem sehr, sehr guten Gefühl“, so der 39-Jährige, der mit dem Fußballlehrer-Lehrgang des DFB neun Tage die U19-EM in Finnland besucht.

STENOGRAMM, Testspiel 14.07.2018, 18 Uhr

1860 München – Basaksehir FK Istanbul 0:0

1860, 1. Halbzeit: 1 Hiller (Tor) – 2 Weeger, 4 Weber, 32 Lorenz, 36 Steinhart – 17 Wein, 5 Moll – 7 Lex, 24 Ziereis, 18 Karger – 9 Mölders. 

1860, 2. Halbzeit: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 27 Belkahia, 6 Mauersberger, 11 Köppel – 8 Seferings, 34 Böhnlein – 25 Willsch, 20 Bekiroglu, 19 Abruscia – 10 Grimaldi.

Tore: –.
Gelbe Karten: –.
Zuschauer: 860 in der Kaiserwinkel-Arena Kössen.
Schiedsrichter: Andreas Heiss; Assistenten: Philip Gschliesser, Engin Isgören.

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2169.htm


Testspiel 12.07.2018, 18 Uhr
1860 München – FK Ufa 1:0 (0:0)

Löwen besiegen Ufa – Alessandro Abruscia trifft.

Hendrik Bonmann rettet in dieser Situation gegen Sylvester Igboun. 
 
Die Löwen zogen sich gegen den Europa-League-Qualifikanten FK Ufa beachtlich aus der Affäre. Nach torloser erster Hälfte, in der die Russen zwei Mal Aluminium trafen, gelang nach der Pause Alessandro Abruscia der 1:0-Siegtreffer.

Im Test gegen die Russen musste Daniel Bierofka auf die im Aufbau befindlichen Nono Koussou und Nicholas Helmbrecht verzichten. Nicht im Kader standen Semi Belkahia, Simon Seferings, Leon Klassen, Johann Hippe, Dennis Dressel und Marco Hiller.

Die Löwen begannen dominant, hatten bereits nach 30 Sekunden den ersten Eckball. Die Hereingabe von rechts durch Daniel Wein erwischte Adriano Grimaldi zwar mit dem Kopf, die Kugel ging aber weit übers Tor (1.). Dann jedoch kamen die Russen besser ins Spiel. In der 5. Minute hatten die Sechzger Glück, dass sie bei einem Konter der Russen nicht in Rückstand gerieten. Ivan Obliakov flankte von rechts auf den völlig freistehenden Viacheslav Krotov, Herbert Paul kam von hinten angeeilt, konnte am Elfmeterpunkt gerade noch zur Ecke klären. Zwei Minuten später rutschte Krotov am langen Eck in einen Diagonalpass von Sylvester Igboun, traf aber aus kurzer Distanz nur die Querlatte (7.). Ein Kopfball von Bajan Jokic am Fünfmeterraum nach Rechtsflanke von Igboun ging knapp am linken Pfosten vorbei (9.). Nach Rechtsflanke von Marius Willsch versuchte es Sascha Mölders per Direktabnahme von der Strafraumgrenze, setzte die Kugel aber rechts neben das Tor (13.). Per Fußabwehr klärte Hendrik Bonmann in der 18. Minute gegen Obliakov, der nach Zuspiel von Krotov halblinks aus sechs Metern zum Abschluss gekommen war. Ein 16-Meter-Schuss von Mölders wurde in der 34. Minute zur Ecke geblockt. Nach der anschließenden Ecke kam Paul zum Kopfball, Giorgia Sheliya im Ufa-Tor pflückte den Ball aus dem rechten Kreuzeck (35.). In der 40. Minute lief Igboun frei auf Bonmann zu, scheiterte aber am 1860-Schlussmann (40.). Im Gegenzug kam Benjamin Kindsvater über links, konnte aber Sheliya aus kurzer Distanz nicht überwinden (41.). Kurz vor der Pause bewahrte erneut das Aluminium die Löwen vor dem Rückstand. Ivan Obliakovs Schuss landete am rechten Pfosten (44.).

Zur 2. Halbzeit brachte Cheftrainer Daniel Bierofka bis auf Bonmann ein komplett neues Team aufs Spielfeld. In der 50. Minute tankte sich Alexander Sukhov halbrechts durch, kam frei vor Bonmann zum Abschluss, setzte die Kugel aber aus neun Metern über die Querlatte. Eric Weeger prüfte Sheliya aus der Distanz (53.). Ein Drehschuss von Stefan Lex verfehlte in der 55. Minute nur knapp das Ziel. Auch Ufa wechselte nach einer Stunde kräftig durch, brachte nacheinander sieben frische Kräfte. Bei einer Rechtsflanke des eingewechselten Dimitriy Zhivoglyadov verschätzte sich Bonmann, aber Igboun konnte kein Kapital daraus schlagen (71.). Aaron Berzel konnte in der 74. Minute gerade noch vor dem einschussbereiten Zhivoglyadov klären. Aleksey Nikitin stoppte Stefan Lex im Ufa-Strafraum nicht ganz fair, doch für Schiedsrichter Engin Isgören reichte es nicht für einen Elfmeterpfiff (77.). Vier Minuten später traf Alessandro Abruscia zur Löwen-Führung. Efkan Bekiroglu hatte in die Schnittstelle der Innenverteidigung gepasst, der Schwabe kam frei vor Sheliya aus 14 Metern zum Abschluss, traf zum 1:0 ins linke untere Eck (81.). Dieses Ergebnis brachten die Sechzger über die Zeit, konnten so einen Achtungserfolg gegen ein international renommiertes Team feiern.

Cheftrainer Daniel Bierofka stapelte etwas tief, als er von einer „ganz ordentlichen“ Leistung sprach. In der 1. Halbzeit monierte er Abstimmungsprobleme, gerade beim letzten Neuzugang Simon Lorenz. „Er hat zwei Mal mit der Mannschaft trainiert, heute eine Taktikeinheit mitgemacht. Da können die Abläufe noch nicht passen. Aber man sieht seine Qualität. Er muss sich noch an Taktik und System gewöhnen.“ Es sei immer schwer, gegen einen internationalen Gegner zu spielen. „Du weißt nie, wie sie spielen, kannst dich nicht vorbereiten.“ Im ersten Durchgang taten sich die Löwen deshalb auch gegen die robusten, körperlich starken und schnellen Russen schwer. „In der Pause haben wir auf das System von Ufa reagiert, sind sie in der 2. Halbzeit anders angelaufen.“ Dadurch verringerten sich die Chancen. Den Siegtreffer durch Geburtstagskind Alessandro Abruscia bezeichnete Bierofka als „Lehrbeispiel für ein gelungenes Umschaltspiel. Wir haben vorher am eignen Sechzehner den Ball gewonnen“, freut er sich, dass die Übungseinheiten fruchten. Das Spiel zeigte dem 39-Jährigen, dass er einen qualitativ sehr ausgeglichenen Kader besitzt. „Die Jungs sollen es mir schwer machen, die erste Elf auszuwählen. Ich werde die aufstellen, die mich unter der Woche überzeugen“, hält er an der Maxime des Vorjahres fest. In einer Saison gäbe es immer Verletzungen und Formkrisen. „Deswegen haben wir den Kader so zusammengestellt“, sieht er das Team für die 3. Liga gewappnet. „Siege wie heute gegen Ufa geben Selbstvertrauen.“

STENOGRAMM, Testspiel 12.07.2018, 18 Uhr

1860 München – FK Ufa 1:0 (0:0)

1860, 1. Halbzeit: 39 Bonmann (Tor) –28 Paul, 32 Lorenz, 6 Mauersberger, 36 Steinhart – 17 Wein, 5 Moll – 25 Willsch, 16 Kindsvater – 9 Mölders, 10 Grimaldi. 
1860, 2. Halbzeit: 39 Bonmann (Tor) – 2 Weeger, 4 Weber, 22 Berzel, 11 Köppel – 19 Abruscia, 34 Böhnlein – 7 Lex, 20 Bekiroglu, 18 Karger – 24 Ziereis.

Tor: 1:0 Abruscia (81.).
Gelbe Karten: Mölders– Paurevic, Obliakov, Krugovoi.
Zuschauer: 400 Sportplatz Angerberg.
Schiedsrichter: Engin Isgören; Assistenten: Gregor Heimer, Savas Haktan

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Testspiel 08.07.2018, 14 Uhr

1860 München – VfB Eichstätt 2:0 (2:0)
 

Kapitän Felix Weber trifft beim 2:0 gegen Eichstätt doppelt.

Der alte und neue Kapitän Felix Weber erzielte mit zwei Kopfballtreffern die Tore gegen Eichstätt. 
 
Die Löwen besiegten zum Abschluss ihres Trainingslagers in Bodenmais den Regionalligisten VfB Eichstätt mit 2:0. Ausgerechnet der alte und neue Kapitän, Felix Weber, sorgte mit einem Doppelpack (3. und 38.) für den Erfolg. Gegner Eichstätt startet bereits am Donnerstag gegen den FC Bayern II in die Regionalliga-Saison.

Ohne Trainer Daniel Bierofka, der bereits am Nachmittag über München zurück nach Hennef zum Trainerlehrgang reiste, sowie die Rekonvaleszenten Nono Koussou, Nicholas Helmbrecht und den im Aufbau befindlichen Noel Niemann ging es in Bodenmais gegen Regionalligist VfB Eichstätt. Nicht zum Einsatz kamen zum Abschluss des Trainingslagers Daniel Wein, Efkan Bekiroglu und Leon Klassen. Erstmals standen Sascha Mölders und Adriano Grimaldi gemeinsam in der Anfangsformation.

Es begann optimal für die Löwen. Herbert Paul hinterlief Stefan Lex, bekam von dem Erdinger die Kugel in den Lauf gespielt, seine Flanke auf Sascha Mölders klärten die Eichstätter aber zur Ecke (2.). Diese flankte Phillipp Steinhart von rechts in die Mitte auf Felix Weber. Der Kapitän war mit dem Kopf zur Stelle, traf unhaltbar für VfB-Keeper Thomas Bauer zum 1:0 (3.). Erstmals gefährlich vorm Sechzger-Gehäuse wurde es in der 14. Minute. Ein Freistoß von Marcel Schelle aus 21 Metern ging zwar über die Mauer, aber auch kanpp am Tor vorbei. Danach stand zwei Mal Grimaldi im Fokus: Eine Freistoßflanke von Steinhart legte Aaron Berzel auf den Deutsch-Italiener ab, doch ein Eichstätter Abwehrspieler konnte gerade noch in höchster Not klären (19.). Nach einer Paul-Flanke von rechts verpasste Grimaldi zunächst per Kopf, kam aber kurz danach mit dem Fuß zum Abschluss, traf aber nur den Pfosten (21.). Wenig später glichen die Domstädter per Aluminiumtreffer aus. Ein 20-Meter-Freistoß von Jonas Fries aus halblinker Position klatschte an den rechten Pfosten (23.). In der 34. Minute machte Mölders ein Zuspiel fest, indem er den Ball per Brust annahm und auf Stefan Lex weiterleitet. Dieser zog aus 22 Meter gefährlich ab, jedoch wurde sein Schuss geblockt. Vier Minuten später dann das 2:0. Wie beim ersten Treffer war ein Standard von Steinhart der Ausgangspunkt. Einen Freistoß nach Foul an Paul servierte er auf den Kopf von Kapitän Weber, der erneut einnickte (38.). Mit der Zwei-Tore-Führung ging’s auch in die Kabine.

Zur 2. Halbzeit wechselte Günther Gorenzel, der Daniel Bierofka an der Seitenlinie vertrat, komplett durch. Es dauerte, fast eine Viertelstunde, bis die Löwen ihre ersten guten Offensivszenen hatten. Kurz hintereinander kamen Markus Ziereis (57.) und Alessandro Abruscia (59.) hinter der Strafraumkante aus zentraler Position zum Schuss, verzogen aber beide knapp. Marius Willsch hatte in der 64. Minute die Riesenchance zum 3:0, als er nach einem Zuspiel aus der eigenen Hälfte frei vor Keeper Bauer auftauchte. Doch dieser hatte richtig spekuliert, entschärfte den Lupfer aufs Tor. In der Folge wurde Eichstätt etwas offensiver, ohne sich jedoch klare Chancen zu erspielen. Kurz vor Schluss war es erneut Willsch, der knapp scheiterte. Sein 20-Meter-Schuss prallte an den rechten Pfosten (90.). So war am Ende auch der Pausenstand das Endergebnis in einer unterhaltsamen Partie.

„Zu Null ist ganz wichtig“, strich Günther Gorenzel die Defensivleistung seiner Löwen gegen Regionalligist Eichstätt hervor. „Mit der 1. Halbzeit waren wir zufrieden, zumal wir das erste Mal in dieser Konstellation gespielt haben - mit zwei Stoßstürmern vorne. Die Raumaufteilung hat gepasst!“ Dagegen war der österreicher mit dem Übergang vom Mitteldrittel ins finale Drittel nicht zufrieden. „Das werden wir ab Dienstag noch üben müssen.“ Nach der Pause agierte das Team in einer anderen Grundordnung, in einem 4-3-3-System. „Auch hier waren gute Ansätze zu erkennen. Leider haben wir dann wieder die Grundordnung, die Positionen verloren. Einige haben ihre Aufgaben, die sie mitbekommen haben, vergessen. Ohne die nötige Struktur wird es dann schwierig“, monierte der 46-Jährige. Besonders freute sich Gorenzel über die beiden Standardtore. „Die Standards werden auch in der kommenden Saison bei dem Spielerprofil, das wir haben, sehr wichtig sein. Sie sind generell wichtig im Fußball, insbesondere für uns. Aber wir können uns nicht ausschließlich darauf verlassen, sondern müssen im Positionsspiel noch klarer und besser werden.“ Unterm Strich zeigte sich Gorenzel mit dem Trainingslager zufrieden: „Das Umschaltspiel, unser Themenschwerpunkt diese Woche, konnten wir verbessern. Vom Impuls her hat man gute Fortschritte gesehen. Dazu sind die Jungs zusammengewachsen, haben sich auch von der Fitness her weiter verbessert. Es liegen aber immer noch drei Wochen harte Arbeit bis zum Saisonstart vor uns.“

STENOGRAMM, Testspiel 08.07.2018, 14 Uhr

1860 München – VfB Eichstätt 2:0 (2:0)

1860, 1. Halbzeit: 39 Bonmann (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 22 Berzel, 36 Steinhart – 7 Lex, 5 Moll, 8 Seferings, 18 Karger – 9 Mölder, 10 Grimaldi.

1860, 2. Halbzeit: 1 Hiller (Tor) – 2 Weeger, 27 Belkahia, 6 Mauersberger, 11 Köppel – 34 Böhnlein – 25 Willsch, 19 Abruscia, 14 Dressel, 16 Kindsvater –24 Ziereis.

Tore: 1:0 Weber (3.), 2:0 Weber (38.).
Gelbe Karten: Seferings –.
Zuschauer: 1.860 im Glück-Auf-Stadion in Bodenmais.
Schiedsrichter: Michael Freund; Assistenten: Martin Speckner, Andreas Egner.

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Testspiel 05.07.2018, 18 Uhr

FC Dingolfing – 1860 München 0:5 (0:1)

Löwen gewinnen mit 5:0 beim FC Dingolfing.

Adriano Grimaldi eröffnete in der 11. Minute mit seinem Treffer den Torreigen. 
 
Die Löwen gewannen bei der 100-jahr-Feier des FC Dingolfing mit 5:0. In der 1. Halbzeit schlug sich der Bezirksligist wacker, ließ sich nur durch Adriano Grimaldi überwinden (11.). Nach der Pause machten die Sechzger Druck, kamen durch Christian Köppel (49.), Dennis Dressel (60.), Markus Ziereis (64.) und Alessandro Abruscia (71.) zu einem klaren Ergebnis.

Ohne Trainer Daniel Bierofka, der noch beim Trainerlehrgang in Hennef weilte, und die Rekonvaleszenten Nono Koussou, Nicholas Helmbrecht und Noel Niemann ging es gegen den FC Dingolfing. Stefan Lex, Sascha Mölders und Nico Karger durften pausieren. Nicht im Kader standen Torwart Johann Hipper und Ugur Türk.

Die erste Chance des Spiels hatten die Löwen nach einer Ecke von rechts durch Daniel Wein. Geburtstagskind Simon Seferings kam am ersten Pfosten zum Kopfball, aber Torhüter Thomas Obermeier reagierte glänzend, lenkte die Kugel mit einem tollen Reflex um den Pfosten (10.). Eine Minute später war der Ball im Tor. Nach einer Linksflanke von Phillipp Steinhart war Adriano Grimaldi mit dem Kopf zur Stelle, traf zum 1:0 (11.). Vier Minuten später war es Aaron Berzel, der eine Ecke von Steinhart als Kopfballaufsetzer über die Querlatte setzte (15.). In der 21. Minute kam Marius Willsch nach Steinhart-Flanke am langen Eck zum Kopfball, setzte die Kugel aber an den rechten Außenpfosten (22.). Einen Seferings-Schuss mit links von der Strafraumkante nach einer halben Stunde wurde sichere Beute von FCD-Keeper Obermeier (30.). Im Anschluss an einen weiten Einwurf von Aaron Berzel kam Grimaldi zum Kopfball, konnte das Spielgerät aus neun Metern jedoch nicht aufs Tor drücken, so dass er deutlich über den Querbalken ging (35.). Auf der anderen Seite prüfte Ralph Bischoff aus 18 Metern Marco Hiller, konnte den Löwen-Keeper aber nicht überraschen (36.). Eine Minute später kam Bischoff erneut halbrechts zum Abschluss, sein Schuss strich knapp am langen Pfosten vorbei (37.). So blieb es zur Pause bei der knappen 1:0-Führung für die Sechzger.

Im zweiten Abschnitt brachte Interimscoach Günther Gorenzel eine komplett neue Elf aufs Spielfeld. Quirin Moll prüfte in der 49. Minute aus 17 Metern den zur Pause eingewechselten Bogdan Hodoroaba im Dingolfinger Tor. Wenig später war es Christian Köppel, der aus 13 Metern mit dem Rücken zum Tor per Drehschuss zum 2:0 ins lange Eck traf (49.). Alessandro Abruscia scheiterte mit einem Freistoß vom linken Strafraumeck an der Mauer (54.). Kurz danach lupfte Abruscia von links den Ball in die Mitte, Jan Mauersberger kam angerauscht, köpfte die Kugel aber aus kurzer Distanz über den Querbalken (55.). Dennis Dressel zog nach einem Zuspiel von Moll aus 23 Metern einfach ab, der aufsetzende Schuss schlug zum 3:0 im rechten unteren Eck ein (60.). Abruscia bediente in der 64. Minute Markus Ziereis. Der Stürmer kam am Strafraum halbrechts zum Abschluss, traf zum 4:0 ins lange Eck. Herbert Paul zielte mit einem 21-Meter-Schuss von der rechten Seite knapp über die Querlatte (67.). Per Freistoß gelang Abruscia mit einem sehenswerten Treffer das 5:0. Einen Freistoß aus 22 Metern setzte er unhaltbar für Hodoroaba links unter die Latte (71.). Kindsvater tauchte in der 75. Minute nach Abruscia-Pass frei vor dem FCD-Keeper auf, setzte die Kugel aber aus 14 Metern neben den rechten Pfosten. Kurz danach klärte Sebastian Sattler nach Zuspiel von Kindsvater gerade noch vor dem einschussbereiten Ziereis im Torraum (77.). Nach einer Freistoßflanke scheiterte Ziereis per Kopfball am linken Pfosten (78.). Im Anschluss an eine Abruscia-Ecke war Semi Belkahia mit dem Kopf zur Stelle, Hodoroaba wischte mit einem Reflex die Kugel über die Querlatte (79.). In der Schlussphase gab es keine klaren Chancen mehr für die Löwen. Damit blieb es beim 5:0.

„In vielen Fällen fehlt noch die Abstimmung. Speziell in der 1. Halbzeit hat man das gesehen“, resümierte der Sportliche Leiter Günther Gorenzel die Partie. Er monierte, dass in den ersten 45 Minuten zu wenig Tiefe im Spiel war. „Teilweise sind wir zu zweit in den gleichen Raum gelaufen. Dann kannst du auch einen tieferklassigen Gegner nicht klar bespielen. In der Pause haben wir das klar angesprochen und in der 2. Halbzeit versucht, die Räume besser zu nutzen. Das ist uns auch gelungen.“ Der 46-Jährige übte Nachsicht: „Ehrlicherweise muss man sagen, dass in der ersten Hälfte der eine oder andere Spieler auf einer Position gespielt hat, wo er normalerwiese nicht hingehört. Aber um mit zwei Blöcke spielen zu können, haben wir das so gestaltet.“ Der Österreicher wagte einen Ausblick auf das anschließende Kurztrainingslager in Bodenmais. „Wir werden dort an der 4-3-3-Grundordnung weiterarbeiten und am Umschaltverhalten. Unser Spiel in der 3. Liga wird sein: Ballgewinn, umschalten, Ballgewinn, umschalten. Sicher werden wir dort nicht mit Tiki Taka dominieren.“

STENOGRAMM, Testspiel 05.07.2018, 18 Uhr

FC Dingolfing – 1860 München 0:5 (0:1)

1860, 1. Halbzeit: 1 Hiller (Tor) – 2 Weeger, 4 Weber, 22 Berzel, 36 Steinhart – 8 Seferings, 17 Wein 34 Böhnlein – 25 Willsch, 10 Grimaldi, 20 Bekiroglu.

1860, 2. Halbzeit: 39 Bonmann (Tor) – 28 Paul, 27 Belkahia, 6 Mauersberger, 11 Köppel – 19 Abruscia, 5 Moll, 14 Dressel – 44 Klassen, 24 Ziereis, 16 Kindsvater.

Tore: 0:1 Grimaldi (11.), 0:2 Köppel (49.), 0:3 Dressel (60.), 0:4 Ziereis (64.), 0:5 Abruscia (71.).
Gelbe Karten: Abraham –.
Zuschauer: 2.500 im Isar-Wald-Stadion.
Schiedsrichter: Tobias Wittmann; Assistenten: Alois Friedberger, Lukas Traegner.

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2156.htm


Testspiel 27.06.2018, 18.30 Uhr

TSV 1880 Wasserburg – 1860 München 1:4 (0:3)
 

Sechzger siegen 4:1 in Wasserburg – Doppelpack von Mölders.

Sascha Mölders erzielte vor der Pause einen Doppelpack für die Löwen in Wasserburg. 

Die Löwen gewannen beim TSV 1880 Wasserburg am Tag des WM-Aus‘ der DFB-Auswahl mit 4:1 (3:0). Efkan Bekiroglu brachte die Sechzger in Führung (37.). Sascha Mölders erhöhte per Doppelpack zum Halbzeitstand (38. und 41.). Nach dem Ehrentreffer von Christoph Scheitzeneder (53.) traf Markus Ziereis zum Endstand (78.).

Günther Gorenzel musste in Vertretung von Daniel Bierofka im dritten Vorbereitungsspiel auf die verletzten Nono Koussou, Nicholas Helmbrecht und Noel Niemann verzichten. Nicht im Kader standen Torwart Johann Hipper, Dennis Dressel und Ugur Türk, Kristian Böhnlein pausierte.

Die Sechzger mit der ersten Chance. Quirin Moll spielte in die Spitze auf Efkan Bekiroglu, der nahm den Ball aus der Luft, kam aber nicht zum Abschluss. Mit dem Nachschuss scheiterte Sascha Mölders an Torhüter Georg Haas (6.). Riesenchance drei Minuten später. Außerhalb des Strafraums luchste Mölders Keeper Georg Haas die Kugel ab, passte von der linken Strafraumgrenze in die Mitte auf Bekiroglu, der aus fünf Metern den auf der Linie stehenden Johannes Linder anschoss. Nach einem weiten Ball an den Löwen-Strafraum rutschte Torhüter Marco Hiller aus, aber Wasserburgs Stürmer Hamit Sengül konnte kein Kapital daraus schlagen (20.). In der 26. Minute kam Mölders nach Kopfballablage von Eric Weeger im Strafraum aus 14 Metern zum Schuss, doch Johannes Hain konnte gerade noch blocken (26.). Ein Pass in die Tiefe von Phillipp Steinhart erlief sich Bekiroglu, schob die Kugel dann aber frei vor Georg Haas aus elf Metern am langen Eck vorbei (28.). Nach einer Flanke von Marius Willsch war Bekiroglu am zweiten Pfosten mit dem Kopf zur Stelle, traf endlich zur Führung (37.). Kurz nach dem Anstoß kam die Kugel zu Mölders, der fackelte nicht lange traf zum 2:0 ins linke untere Eck (38.). Zwei Minuten später hatte Benjamin Kindsvater bereits nach Pass von Quirin Moll über 40 Meter den Torhüter ausgespielt, schob aber anschließend die Kugel am leeren Tor vorbei (40.). Kurz danach war Mölders seinem Gegenspieler entwischt, ließ dem Wasserburger Keeper anschließend keine Chance und vollendete zum 3:0 (41.). Mit diesem Ergebnis ging’s auch in die Pause.

Die erste gelungene Torszene nach Wiederanpfiff hatten die Sechzger. Alessandro Abruscia hatte in den Lauf von Adriano Grimaldi gepasst, der wurde mit unfairen Mitteln am Abschluss gehindert, aber Schiedsrichter Matthias Zacher verweigerte jedoch einen Elfmeter (51.). Das Tor fiel wie aus heiterem Himmel auf der anderen Seite. Der kurz zuvor eingewechselte Christoph Scheitzeneder kam frei im Strafraum zum Abschluss, überwand Hendrik Bonmann zum 1:3 (53.). In der 78. Minute dann der erste Löwen-Treffer im zweiten Abschnitt. Herbert Paul hatte auf der rechten Seite steil auf Stefan Lex gepasst, der flankte nach innen, wo Markus Ziereis am kurzen Pfosten per Kopf zum 4:1 vollendete. Das war auch der Endstand in einer unterhaltsamen Partie, in der die Löwen in den zehn Minuten vor der Pause die Weichen für den Erfolg setzten.

„In der 1. Halbzeit konnte man klar die Abläufe erkennen, an denen wir die Woche über gearbeitet haben“, erklärte Günther Gorenzel, der den in Hennef weilenden Chefcoach Daniel Bieroka vertrat. „Es waren aber auch nur drei Spieler auf dem Feld, die neu bei Sechzig sind“, so seine Begründung. „Lediglich die Chancenverwertung hätte im ersten Durchgang besser sein können.“ Weniger zufrieden war der Sportliche Leiter mit der zweiten Hälfte. Hier hielt er der Elf zugute, dass gleich fünf Neue auf dem Platz standen. „Man hat gemerkt, dass die Struktur nicht vorhanden ist, die Automatismen noch fehlen. Teilweise war es vogelwild.“ Ein besonderes Lob jhatte der Österreicher für Sascha Mölders parat. „Sascha ist in guter Verfassung. Er hat den Konkurrenzkampf angenommen.“

Innenverteidiger Jan Mauersberger, der in der 1. Halbzeit zum Einsatz kam, sprach von schön herausgespielten Toren. „Wir haben ein bisserl gebraucht, um reinzukommen. Diese Anlaufschwierigkeiten sind bei dem harten Trainingsprogramm normal. Für den Stand, auf dem wir uns befinden, hat es gepasst. Am Samstag folgt der erste richtige Härtetest gegen den FC Basel.“

STENOGRAMM, Testspiel 27.06.2018, 18.30 Uhr

TSV 1880 Wasserburg – 1860 München 1:4 (0:3)

1860, 1. Halbzeit: 1 Hiller (Tor) – 2 Weeger, 4 Weber, 6 Mauersberger, 36 Steinhart – 17 Wein, 5 Moll – 25 Willsch, 20 Bekiroglu, 16 Kindsvater – 9 Mölders. 

1860, 2. Halbzeit: 39 Bonmann (Tor) – 28 Paul, 22 Berzel, 27 Belkahia, 11 Köppel – 19 Abruscia, 8 Seferings – 7 Lex, 24 Ziereis, 18 Karger – 10 Grimaldi.

Tore: 0:1 Bekiroglu (37.), 0:2 Mölders (38.), 0:3 Mölders (41.), 1:3 Scheitzeneder (53.), 1:4 Ziereis (78.).
Gelbe Karten: –.
Zuschauer: 2.860 Badria-Stadion Wasserburg.
Schiedsrichter: Matthias Zacher; Assistenten: Thomas Wagner, Dominik Kappelsberger.

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2154.htm


Testspiel 23.06.2018, 15 Uhr

SC Eintracht Freising – 1860 München 2:3 (2:0)


Löwen gewinnen nach 0:2-Rückstand 3:2 in Freising.

Stefan Lex, der bis zu seinem 19. Lebensjahr in Freising spielte, tat sich mit den Löwen gegen den Landesligisten in der 1. Halbzeit schwer. 
 
Die Löwen schafften beim Landesligisten SC Eintracht Freising im zweiten Testspiel in der Schlussminute den Siegtreffer zum 3:2. Dabei führte der Gastegeber durch einen Doppelpack von Martin Schön bereits mit 2:0 (16. end 37.). Nico Karger (51.) und zweimal Sascha Mölders (75. und 90.) trafen vor 2.000 Zuschauer in der Savoyer Au zum Endstand.

Cheftrainer Daniel Bierofka musste im zweiten Vorbereitungsspiel auf die verletzten Nono Koussou, Nicholas Helmbrecht und Noel Niemann verzichten. Nicht im Kader standen Torwart Johann Hipper, Dennis Dressel, Ugur Türk und Alessandro Abruscia, der vor der Partie auf der Tartanbahn seine Runden drehte.

Die Gastgeber kamen nach wenigen Sekunden erstmals gefährlich vors Tor von Hendrik Bonmann. Herbert Paul konnte Mesut Toprak halblinks im Strafraum gerade noch entscheidend am Abschluss aus 14 Metern hindern (1.). Die erste gute Chance hatten die Löwen in der 6. Minute. Efkan Bekiroglu lupfte die Kugel auf Adriano Grimaldi, der das Spielgerät direkt nach dem Aufsetzen aus 15 Metern aufs Tor schoss, aber knapp über den Querbalken zielte. Zwei Minuten später kam der ehemalige Freisinger Stefan Lex im Zentrum ungehindert aus 19 Metern zum Abschluss, setzte den Ball aber übers Gehäuse (8.). Kurz danach bediente Lex mit der Hacke Grimaldi, doch der Torjäger setzte die Kugel aus sechs Metern übers Tor (9.). In der 11. Minute kam Grimaldi am langen Pfosten nach Linksflanke von Phillipp Steinhart frei zum Kopfball, Ex-Löwe Stefan Wachenheim klärte den Ball im Karate-Stil mit dem Fuß. Das Tor fiel fünf Minuten später auf der anderen Seite. Nach einem Konter flankte Toprak von links auf Martin Schön am zweiten Pfosten, der traf per Kopfballaufsetzer zum 1:0 für den Landesligisten (16.). Nach einer Freistoßflanke aus dem linken Halbfeld kam Quirin Moll am zweiten Pfosten zum Kopfball, scheiterte aber an Wachenheim (20.). Andreas Hohlenburger zwang Bonmann nach einer halben Stunde mit einem Drehschuss von der Strafraumgrenze zu einer Parade auf der Linie (30.). Das 2:0 fiel in der 37. Minute. Im Anschluss an einen Konter fälschte Semi Belkahia die Hereingabe von Schön entscheidend ab, vom rechten Innenpfosten prallte der Ball ins Tor. Nun drehten die Sechzger auf: Bekiroglu traf mit einem 17-Meter-Schuss das Gebälk am rechten Kreuzeck (40.). Kurz danach war es Steinhart, der aus 22 Meter die Kugel an die Querlatte hämmerte (41.). Und eine Minute später zielte Bekiroglu am rechten Torraum um Zentimeter am langen Eck vorbei (42.). Tore für die Löwen Fehlanzeige! So nahmen die Freisinger die 2:0-Führung mit in die Kabine.

Zur 2. Halbzeit wechselte Daniel Bierofka komplett durch. Das neue Team erzielte bereits in der 51. Minute den Anschlusstreffer. Markus Ziereis hatte vom Zentrum Nico Karger halblinks angespielt, der zog fast von der Grundlinie an seinem Gegenspieler vorbei nach innen, traf dann mit rechts zum 2:1 ins lange Eck. Vier Minuten später setzte Ziereis frei vor Keeper Wachenheim den Ball aus 14 Metern neben den linken Pfosten (55.). Zum dritten Mal verhinderte in der 65. Minute das Aluminium einen Löwentreffer. Den Eckball von rechts durch Daniel Wein köpfte Sascha Mölders an die Latte. Der kurz zuvor eingewechselte Freisinger Torwart Sebastian Minich brachte Mölders im Strafraum zu Fall (74.). Schiedsrichter Wolfgang Haselberger entschied sofort auf Elfmeter. Der Gefoulte lief selbst an, verlud den Keeper und traf ins linke untere Eck zum 2:2 (75.). Ziereis scheiterte nach Mölders-Zuspiel an Minich, der sich dem Löwen-Angreifer im Torraum entgegen warf (85.). In der Nachspielzeit traf Mölders nach Ziereis-Zuspiel zum 3:2. Direkt danach pfiff der Unparteiische ab.

Löwen-Chefcoach Daniel Bierofka bat um Verständnis nach dem knappen Sieg in Freising. „Bei neun neuen Spielern dauert es seine Zeit, bis die Automatismen greifen. Mit der 1. Halbzeit war ich nicht zufrieden. Da hat die Ordnung, Aggressivität, Tempo und Intensität gefehlt. Wir müssen besser rausschieben, um ins Gegenpressing zu kommen“, monierte der 39-Jährige. Nach der Pause sei es wesentlich besser gelaufen. „In der 2. Halbzeit standen mehr Spieler auf dem Platz, die die Abläufe kennen“, begründete er. „Das ist ein Prozess, das bekommen wir auch bei den anderen bis zum Saisonstart alles hin“, gibt es für ihn keinen Grund zur Panik. „Vielleicht lag es heute auch an der Müdigkeit, dass die letzte Konzentration gefehlt hat“, begründete Bierofka die vielen vergebenen Chancen - gerade in den ersten 45 Minuten. „Freising hat das gut gemacht. Aber du darfst auch nicht so locker wie wir in ein solches Spiel gehen.“

STENOGRAMM, Testspiel 23.06.2018, 15 Uhr

SC Eintracht Freising – 1860 München 2:3 (2:0)

1860, 1. Halbzeit: 39 Bonmann (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 5 Moll, 8 Seferings – 7 Lex, 20 Bekiroglu, 16 Kindsvater – 10 Grimaldi.

1860, 2. Halbzeit: 1 Hiller (Tor) – 2 Weeger, 22 Berzel, 6 Mauersberger, 11 Köppel – 17 Wein, 34 Böhnlein – 25 Willsch, 18 Karger – 24 Ziereis, 19 Mölders.

Tore: 1:0 Schön (16.), 2:0 Schön (37.), 2:1 Karger (51.), 2:2 Mölders (75., Foulelfmeter), 2:3 Mölders (90.+1).
Gelbe Karten: –.
Zuschauer: 2.000 Stadion Savoyer Au.
Schiedsrichter: Wolfgang Haselberger; Assistenten: Manuel Müller, Kevin Philipp.

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2153.htm


Testspiel 20.06.2018, 18.30 Uhr

BSC Sendling – 1860 München 1:10 (1:2)

Löwen gewinnen zweistellig im Test beim BSC Sendling.

Efkan Bekiroglu (li.) erzielte gegen den BSC Sendling das erste Tor in der Saison 2018/2019. 
 
Die Löwen besiegten in ihrem ersten Test der Saison 2018/2019 den Kreisligisten BSC Sendling, der sein 100-Jähriges Vereinsjubiläum feiert, mit 10:1 (2:1). Top-Torjäger war Markus Ziereis, der drei Mal traf. Aber auch die Neuzugänge Efkan Bekiroglu, Herbert Paul, Adriano Grimaldi (2) und Stefan Lex (2) erzielten ihre Premierentreffer im neuen 1860-Auswärtstrikot.

Ohne Cheftrainer Daniel Bierofka, der beim Fußballlehrer-Lehrgang in Hennef weilte, bestritten die Löwen ihren ersten Test. Neben den verletzten Nono Koussou, Nicholas Helmbrecht und Noel Niemann standen nicht im Kader Torwart Johann Hipper, Dennis Dressel und Ugur Türk. Der am Morgen erst verpflichtete Quirin Moll trainierte individuell.

Die Löwen begannen, wie nicht anders erwartet, dominant. Neuzugang Efkan Bekiroglu brachte den Drittligisten bereits in der 9. Minute in Front. Nach einem Pass in die Tiefe von Sascha Mölders zog er rechts an Torwart Oliver Vrljevic vorbei, schob zum 1:0 ins verwaiste Tor. Drei Minuten später das 2:0. Einen Freistoß von links durch Phillipp Steinhart verlängerte Aaron Berzel in die Mitte, Sascha Mölders kam nicht an die Kugel, die aber Herbert Paul vor die Füße fiel. Der traf per Direktabnahme aus 14 Metern (12.). In der 16. Minute steckte Bekiroglu für Daniel Wein durch, der schob frei vorm Torwart aus 16 Metern rechts am Tor vorbei. Der Münchner Kreisligist zeigte Moral und kam in der 20. Minute durch ein Traumtor von Marco Candussi zum Anschlusstreffer. Der Mittelfeldspieler legte sich einen abgewehrten Ball per Lupfer selbst vor, traf anschließend aus 22 Metern per Bogenlampe über Marco Hiller hinweg zum 1:2. In der Folge scheiterte Mölders einige Male am glänzend reagierenden Vrljevic im BSC-Tor. In der 34. Minute traf Kristian Böhnlein mit einem Linksschuss aus 18 Metern nur den rechten Außenpfosten und in der 40. Minute zielte Nico Karger aus 17 Metern knapp neben den linken Pfosten. So blieb es bei der 2:1-Führung zur Pause.

Zur 2. Halbzeit brachte Günther Gorenzel eine komplett neue Elf aufs Spielfeld. In der 53. Minute war Benjamin Kindsvater im Strafraum nur durch ein Foul zu stoppen, den fälligen Elfmeter verwandelte Markus Ziereis gegen Torhüter Laris Karic sicher zum 3:1 (54.). Fünf Minuten später passte Christian Köppel auf Ziereis, der traf halblinks von der Strafraumkante zum 4:1 (59.). Kindsvater passte zwei Minuten später von der linken Strafraumseite ans lange Eck, wo Adriano Grimaldi vollkommen frei stand, aus kurzer Distanz zum 5:1 vollendete (61.). Nach einer Ecke von Alessandro Abruscia passte Ziereis am zweiten Pfosten in die Mitte auf Christian Köppel, der von der Torraumkante zum 6:1 einschob (65.). Erneut trat Ziereis nach Foul an Grimaldi zum Elfmeter an, traf vom rechten Innenpfosten zum 7:1 ins Netz (67.). Auch Stefan Lex traf in seinem ersten Spiel für die Löwen nach Zuspiel von Ziereis: 8:1 (76.). In der 83. Minute scheiterte der Erdinger nach einem Tempodribbling an BSC-Torhüter Karic. Eine scharfe Hereingabe durch Ziereis von der rechten Seite setzte Grimaldi zum 9:1 in die Maschen (84.). Zum 10:1 traf Lex in der 85. Minute, nachdem er zuvor den Keeper düpierte. Damit hatten die Sechzger ihr Soll erfüllt. Einzig der Gegentreffer stellte einen kleinen Schönheitsfehler da.

Der Sportliche Leiter der Löwen, Günther Gorenzel, hatte nach der Partie kaum noch Stimme. „Ich habe mir in der 1. Halbzeit die Seele aus dem Leib geschrien“, meinte der 46-Jährige, der noch viel Arbeit für das Trainerteam sieht. „Es standen insgesamt acht neue Feldspieler auf dem Platz. Da fehlen noch die Automatismen und die Feinabstimmung. Vor der Pause hat das nicht gut funktioniert“, gab der Österreicher unumwunden zu. „Wir hatten Probleme beim Gegenpressing, haben viel zu viele Konter zugelassen.“ Das sprach er dann in der Kabine deutlich an. „In der 2. Halbzeit hat es von der Staffelung und der Abstimmung besser funktioniert, die Läufe in die Tiefe waren besser. Positiv ist, dass wir zweistellig gewonnen haben und dass die Dinge, über die wir in der Pause geredet haben, danach konsequenter umgesetzt wurden. Ab morgen wird Daniel wieder übernehmen. Ich denke, dass wir am Samstag gegen Freising von der Feinabstimmung weiter sind.“

Stürmer Adriano Grimaldi, der zwei Mal traf, sprach von einer „gelungenen Premiere. Wir haben gewonnen, versucht, das umzusetzen, was wir in den drei Einheiten trainiert haben. Es hat Spaß gemacht.“ Das neue Auswärtstrikot lobte der Torjäger in höchsten Tönen: „Einfach geil!“

STENOGRAMM, Testspiel 20.06.2018, 18.30 Uhr

BSC Sendling – 1860 München 1:10 (1:2)

1860, 1 Halbzeit: 1 Hiller (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 22 Berzel, 36 Steinhart – 17 Wein, 34 Böhnlein – 25 Willsch, 20 Bekiroglu, 18 Karger – 9 Mölders.
1860, 2. Halbzeit: 39 Bonmann (Tor) – 2 Weeger, 27 Belkahia, 6 Mauersberger, 11 Köppel – 19 Abruscia, 8 Seferings – 7 Lex, 24 Ziereis, 16 Kindsvater – 10 Grimaldi.

Tore: 0:1 Bekiroglu (9.), 0:2 Paul (12.), 1:2 Candussi (20.), 1:3 Ziereis (54.), 1:4 Ziereis (59.), 1:5 Grimaldi (61.), 1:6 Köppel (65.), 1:7 Ziereis (67., Foulelfmeter), 1:8 Lex (76.), 1:9 Grimaldi (84.), 1:10 Lex (85.).
Gelbe Karten: –.
Zuschauer: 1.000 auf der Sportanlage Siegenburger Straße (Westpark).
Schiedsrichter: Julian Kreye; Assistenten: Alexander Schkarlat, Florian Reitmai

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2152.htm